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| 16:45 Uhr

Gesuchte Frau geht ins Netz
Polen entgehen durch Zahlen von Geldstrafen dem Knast

Görlitz. Die Fahndungsfalle der Bundespolizei schnappt zu.

Wegen eines Vergehens nach dem Pflichtversicherungsgesetz hatte das Amtsgericht Weißwasser bereits Anfang des vergangenen Jahres einen Strafbefehl für eine polnische Frau ausgestellt. Die Dame ist der Bundespolizei jetzt ins Netz gegangen, informiert Michael Engler, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf.

Am Freitag klickten die Handfesseln. Die Verurteilte wurde an der Autobahnanschlussstelle Görlitz festgenommen. „Später eilte ihr Ehemann mit genügend Bargeld im Portemonnaie zur Dienststelle und übergab 781,22 Euro zur Begleichung der offenen Strafe als auch

der Verfahrenskosten. Damit bewahrte er seine Frau vor einer

drohenden Ersatzfreiheitsstrafe“, so Engler weiter.

Bereits am Vorabend war den Bundespolizisten ein polnischer Verurteilter ins Fahndungsnetz gegangen. Die Festnahme des 45-Jährigen erfolgte auf der Autobahn bei Kodersdorf. Es war festgestellt worden, dass in seinem Fall die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main im Dezember des vergangenen Jahres eine Fahndungsausschreibung vornehmen ließ, weil auch er eine fällige Geldstrafe nicht beglichen hatte. Diese war wegen gemeinschaftlichen Diebstahls angeordnet worden. „Auch hier erübrigte sich der

Weg zur Justizvollzugsanstalt, denn der Mann zahlte die ausstehenden

1855 Euro“, so Engler.