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Pließnitz bei Görlitz wird naturnah gestaltet

Hagenwerda. An der Pließnitz in Hagenwerder (Stadt und Kreis Görlitz) haben die Arbeiten zur naturnahen Gestaltung des Flussabschnitts begonnen. Die Umgestaltung kostet rund 350 000 Euro und soll Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. red/br

Bezahlt wird die Maßnahme aus Mitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen, teilt Katrin Schöne, Pressesprecherin der sächsischen Landestalsperrenverwaltung mit. Durch eine Umverlegung in den 1950er-Jahren verlaufe der Unterlauf der Pließnitz zu geradlinig. Dazu gibt es Sohlabstürze (Gefällestufen) und ein gepflastertes Flussbett. Zwischen der Brücke Nickrischer Straße und der Bahnbrücke werden nun die Gefällestufen zurückgebaut. Die Flusssohle wird durch Sohlriegel gesichert. Außerdem werden zur Stabilisierung in die Sohle und Böschung Wasserbausteine eingebaut.

Um die Struktur des Gewässers in diesem Abschnitt zu verbessern, erhält es Dreiecksbuhnen und Fischunterstände.

Ziel des Projektes ist es, die Durchgängigkeit der Pließnitz für Fische und andere Wasserlebewesen zu verbessern, wie es die Europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert. Am Ufer sind als Ersatz für die erforderlichen Fällungen umfangreiche Gehölzpflanzungen geplant. Die Fällungen werden im Herbst durchgeführt, die Pflanzungen sind für das Frühjahr 2018 geplant.

Die Arbeiten sind mit den zuständigen Umwelt-, Wasser- und Fischereibehörden abgestimmt. Verkehrseinschränkungen wird es keine geben. Allerdings wird ein Teil der Parkflächen an der Pließnitz für die Baustelleneinrichtung genutzt.