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| 01:39 Uhr

Platzwechsel bei den Bürgermeister-Stellvertretern

Weißkeißel. Zum ersten Mal hat sich am Dienstag der neue Gemeinderat von Weißkeißel zu einer Sitzung zusammengefunden. Dabei wurden auch die Stellvertreter von Bürgermeister Andreas Lysk (parteilos) neu gewählt. thr

Lysk selbst hatte den Vorschlag gemacht, dass sein bisheriger 2. Stellvertreter Wilfried Noack nun den ersten Rang einnehmen sollte, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass dessen Fraktion, die Freien Wähler, als stärkste aus der Kommunalwahl hervorgegangen war. Der bisherige 1. Stellvertreter Reinhard Wolsch (Die Linke) schlug Henri Hänchen für diese Funktion vor und beharrte darauf, ihn auf der Vorschlagsliste zu behalten, obwohl Hänchen erklärte, dass er die Aufgabe gar nicht übernehmen wolle.

Heike Brandt (Die Linke) allerdings schlug dann doch erneut Reinhard Wolsch als 1. Stellvertreter vor – „nicht, weil er mein Vati ist“, betonte sie, sondern weil er diese Aufgabe in der letzten Legislaturperiode gut erfüllt habe und immer schnell erreichbar gewesen sei.

Die Mehrheit der Gemeinderäte entschied sich aber doch für Wilfried Noack. Er bekam acht Stimmen bei einer Enthaltung (seiner eigenen), Henri Hänchen und Reinhard Wolsch erhielten jeweils eine Stimme.

In Wahlgang um den 2. Stellvertreter lag schließlich Reinhard Wolsch mit 8 Stimmen vor Henri Hänchen, der diesmal, wieder gegen seinen Willen, von Ursula König vorgeschlagen worden war und später drei Stimmen erhielt.

Reinhard Wolsch bedankte sich gegen Ende der Sitzung bei den Gemeinderäten für das Vertrauen und gab dem nun 1. Bürgermeisterstellvertreter auf den Weg: „Tritt dem Bürgermeister richtig auf die Zehen! Denn mit mir hat er zwar zusammengearbeitet, aber ich hätte mir das besser gewünscht.“ Im Übrigen sei der wahre erste Stellvertreter sowieso der Gemeindearbeiter Henri Hänchen gewesen und werde es auch immer bleiben, fügte Wolsch hinzu.