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| 01:07 Uhr

Platz bleibt übenden Truppen erhalten

SPD-Bundestagsabgeordneter Andreas Weigel (m.) besuchte gestern in Begleitung von Landtagsabgeordnetem Thomas Jurk den Truppenübungsplatz „Oberlausitz“ . Hier im Gespräch mit Kommandant Georg Kuhndörfer (r.).
SPD-Bundestagsabgeordneter Andreas Weigel (m.) besuchte gestern in Begleitung von Landtagsabgeordnetem Thomas Jurk den Truppenübungsplatz „Oberlausitz“ . Hier im Gespräch mit Kommandant Georg Kuhndörfer (r.). FOTO: Foto: Angelika Brinkop
Haide.. Andreas Weigel, Bundestagsabgeordneter der SPD und Mitglied im Verteidigungsausschuss, besuchte gestern gemeinsam mit Thomas Jurk, SPD-Fraktionsvorsitzender im Sächsischen Landtag den Truppenübungsplatz „Oberlausitz“ . Gabi Nitsche

Oberstleutnant Georg Kuhndörfer begrüßte die Gäste.
Bei einer Befahrung zeigte der Kommandant den mehr als 16 000 Hektar großen Platz, der zu den modernsten in Deutschland gehört. Andreas Weigel konnte so mit eigenen Augen sehen, wohin die Millionen flossen, die seit der Wende in die Umstrukturierung des Platzes gesteckt wurden.

Gesamtes Spektrum abgedeckt
„Ich bin sehr angetan vom Engagement vor Ort, auch vom technisch hohen Niveau.“ Truppenverbände aus ganz Deutschland und von anderen Streitkräften kommen gern in die Lausitz, weil sie das gesamte Übungsspektrum absolvieren können und ideale Bedingungen dafür vorfinden, hieß es.
„Um gleich allen Gerüchten vorzubeugen: Es gibt keinen Anlass, den Truppenübungsplatz zu schließen“ , so Weigel. Wobei die geplanten Veränderungen in der Bundeswehr zur Kosteneinsparung auch vor den Toren des Platzes keinen Halt machen.
Dazu gehört zum Beispiel ein neues Verpflegungskonzept. Nur wehrpflichtige Soldaten haben künftig noch Anspruch auf Truppenverpflegung. Da auf dem TÜP nur zehn ihrer Wehrpflicht nachkommen, bestehe auch kein Grund, die eigene Küche offen zu halten. Kommandant Kuhn dörfer sieht das ganz und gar nicht so. Er kämpft beharrlich um die Küche, schreibt entsprechende Anträge nach „oben“ . „Es ist nicht, um meinen Leuten das gute Essen auch weiterhin zu garantieren. Es geht darum, dass der Truppenübungsplatz bei der übenden Truppe an Attraktivität verliert, wenn es die Küche hier nicht mehr gibt. Denn die wurden auch hier mit verpflegt. Nicht jeder Übungsverband kann nämlich mit einer eigenen Küche anreisen.“

Unterstützung angekündigt
Wenn es dumm zugeht, nutzen die Truppen dann lieber einen anderen Platz und pfeiffen auf die Lausitz mit den super Bedingungen. Andreas Weigel wird sich der Sache annehmen. „Ich werde mal gucken, ob sich das geplante Management der Bundeswehr so wie geplant überhaupt flächendeckend umsetzen lässt.“
Anderweitige Ressourcen sollen ebenfalls kostengünstiger gestaltet werden. So erläuterte Oberstleutnant Kuhndörfer, dass es auf dem TÜP 350 Beschäftigte gibt. 40 davon sind Soldaten, 250 gehören zur Kommandantur, 100 zur Standortverwaltung. Beginnend im Herbst sollen Bereiche, die es sowohl auf Seiten der Kommandantur als auch der Standortverwaltung gibt, zusammengelegt werden. Zum Beispiel Tischlerei, Geländebetreuung usw. Insgesamt geht es um ein Potenzial von 60 Mitarbeitern.

Keine Entlassungen
„Aber es wird niemand entlassen. Die Leute werden umgesetzt oder gehen in Altersteilzeit. Außerdem wurden einige Dienstposten auch noch gar nicht besetzt“ , erläutert Kuhn dörfer.
Über diese Sache und weitere Themen aus dem sozialen Bereich der Zivilangestellten diskutierten Andreas Weigel, Thomas Jurk und Georg Kuhn dörfer im Anschluss mit dem Personalrat.