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Plan für den Kommunalwald bis 2025 aufgestellt

Der alte Baumbestand hinter der Fema in Rietschen soll entfernt werden.
Der alte Baumbestand hinter der Fema in Rietschen soll entfernt werden. FOTO: Joachim Rehle/jor1
Rietschen. Gut zwei Jahre hat sich Försterin Silvia Friedrich vom Forstbezirk Oberlausitz mit der Entwicklung des Kommunalwaldes in Rietschen für die kommenden zehn Jahre beschäftigt. Während der Gemeinderatssitzung hat sie nun den Plan für die nächste Zeit vorgestellt. Christian Köhler

"Wir haben eine forstliche Vermessung, eine Wald inventur sowie eine Planung für mittelfristige Eingriffe erstellt", erklärte sie den Ratsmitgliedern. Die Ergebnisse seien in einen Betriebsplan eingegangen, der in der Gemeinde bereits auslag. Der Gemeinderat hat diesen nun einstimmig abgesegnet.

Insgesamt verfügt die Gemeinde über 30,4 Hektar Kommunalwald. Der Großteil davon (58 Prozent) besteht aus Kiefern, die für die Holzverarbeitung genutzt werden. "In zehn Jahren haben wir insgesamt einen Zuwachs an Festmetern Holz von etwa 2168 Kubikmeter errechnet", erklärte Silvia Friedrich. Gleichzeitig wolle man etwa 1500 Kubikmeter Holz aus dem Wald entnehmen. Das würde nicht dem strategischen Konzept widersprechen, das sich die Kommune auferlegt hat. Das sieht nämlich vor, eine nachhaltige, gewinnorientierte Bewirtschaftung des Waldes, mit einer entsprechenden Erholungsfunktion und der Einhaltung des Naturschutzes, anzustreben. Mittelfristig sei geplant, etwa 17,2 Hektar durchzuforsten.

7,3 Hektar sollen für die Ernte nutzung verwendet werden, während vier Hektar für Bestandspflege verbleiben. "Einen Femelhieb soll es an der B 115 bis zur ehemaligen Mülldeponie geben", erläuterte die Försterin. Bei dieser Auslichtung des Hochwaldes soll vor allem der Laubwaldbestand gefördert werden.

Ein Kahlhieb sei dagegen hinter der Fema in Rietschen vorgesehen, weil die Bäume dort sehr alt seien. Die Altersstruktur der Bäume dagegen ist in Rietschen sehr ungleichmäßig. "8,1 Hektar Wald sind bei uns zwischen 80 und 100 Jahre alt, während 7,1 Hektar zwischen 21 und 40 Jahre alt sind", erklärte Silvia Friedrich. Das sei jedoch sehr gut, denn so sei der Wald für die kommenden Jahrzehnte gut gerüstet.

In zehn Jahren liege der Aufwand für die Förster bei etwa 49 000 Euro. "Dem gegenüber steht ein Ertrag von voraussichtlich 59 900 Euro", errechnete die Revierförsterin. Das mache jährlich einen Gewinn von etwa 1000 Euro aus.