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Prozess kurz vor dem Abschluss
Plädoyers im Mord-Prozess in Görlitz erwartet

Ein Fahrzeug der Kriminaltechnik steht am 13.02.2017 vor einem Plattenbau in Görlitz (Sachsen). Angeklagt sind ein 33-Jähriger und eine 24-Jährige aus Niesky. Sie sollen Anfang Februar einen 24-Jährigen in eine Wohnung in Görlitz gelockt, erstickt und danach mit dessen EC-Karte Geld abgehoben haben.
Ein Fahrzeug der Kriminaltechnik steht am 13.02.2017 vor einem Plattenbau in Görlitz (Sachsen). Angeklagt sind ein 33-Jähriger und eine 24-Jährige aus Niesky. Sie sollen Anfang Februar einen 24-Jährigen in eine Wohnung in Görlitz gelockt, erstickt und danach mit dessen EC-Karte Geld abgehoben haben. FOTO: Danilo Dittrich / dpa
Der Prozess um den Tod eines 24-Jährigen steht kurz vor dem Abschluss. Erwartet werden dafür fünf Plädoyers.

Nach fünf Monaten steht der Prozess um den gewaltsamen Tod eines 24-Jährigen aus Niesky am Landgericht Görlitz kurz vor dem Abschluss. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, werden am Donnerstag (13.30 Uhr) fünf Plädoyers der Staatsanwaltschaft, der zwei Nebenkläger und der Anwälte der Angeklagten erwartet.

Dem arbeitslosen deutschen Paar aus Görlitz wird vorgeworfen, ihr Opfer am 5. Februar aus Habgier und Heimtücke in eine Görlitzer Wohnung gelockt und mit einem Schlag auf den Hinterkopf betäubt zu haben. Der junge Mann soll nach dem Erpressen der Geldkarte und des Autos mit drei Plastiktüten erstickt worden sein. Der 34-jährige Angeklagte hatte bereits am dritten Verhandlungstag Ende August die gemeinschaftliche Tat gestanden, seine mutmaßliche 24-Jährige Mittäterin ließ nach langem Schweigen vor Gericht im Oktober erklären, dass sie den Mord nicht gewollt habe und beschuldigte ihren Partner. Das Urteil wird voraussichtlich am 13. Dezember gesprochen.