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| 03:17 Uhr

Pflänzchen Geotourismus soll an Landesgrenze wachsen

Lutz Marko (l.) gehörtzu den Geoparkführern, die den Muskauer Faltenbogen erlebar machen.
Lutz Marko (l.) gehörtzu den Geoparkführern, die den Muskauer Faltenbogen erlebar machen. FOTO: ni
Forst. Mit dem Muskauer Faltenbogen hat es die Grenzregion zwischen Weißwasser und Forst in den Club der internationalen Unesco-Geoparks geschafft. Doch was ist der Titel wert? Anderthalb Jahre nach der Ernennung wurde versucht, im Wirtschaftsausschuss des brandenburgischen Spree-Neiße-Landkreises eine Bilanz zu ziehen. Bodo Baumert / bob

Wie lässt sich ein Geopark vermarkten? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit einem Jahr das Geoparkbüro in Döbern. "Der Titel eines Geoparks im Unesco-Netzwerk ist eine Chance. Was die Region daraus macht, ist ihre Sache", erklärte Leiterin Nancy Sauer den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses. Einiges haben die drei Mitarbeiterinnen angestoßen. Es gibt eine überarbeitete Karte des Geoparks und einen Exkursionsführer. Die touristischen Pakete sollen noch stärker beworben werden. "Wir sind derzeit dabei, auch unsere Homepage noch stärker auf die Vermarktung umzustellen", so Nancy Sauer. Die Geologie soll ein zusätzliches Angebot schaffen. "Wir können uns vor Anfragen von Schulen kaum retten", berichtete Nancy Sauer. 1000 Schüler haben die Möglichkeit einer Exkursion im Geopark schon genutzt. Für einige Schulen wurden spezielle Arbeitsblätter produziert. "Als nächstes wollen wir einen Infobrief für Kinder auflegen", kündigt Nancy Sauer an. Begriffe aus dem Geopark sollen dort kindgerecht aufbereitet werden.

Eng arbeitet das Büro mit den Tourismusverbänden zusammen. "Der Geopark ist ein Projekt, das wachsen muss. Das geht nur, wenn alle in der Region an einem Strang ziehen", sagt Nancy Sauer. Das gilt auch für die Politik. "Unser Anliegen mit dem Büro war es, den Titel Geopark zu sichern und mit Leben zu erfüllen", sagt der Beigeordnete in der Spree-Neiße-Kreisverwaltung, Olaf Lalk (CDU). Deshalb habe man mit dem Amt Döbern-Land den Interreg IV-Antrag gestellt. Von sächsischer Seite besteht nach wie vor die Bereitschaft, dieses nach Auslauf der Förderung fortzusetzen. "Wir brauchen die Kontinuität", so Lalk. Vor vier Wochen habe man in Görlitz getagt und betont, dass die Kreise an ihrer Verwaltungsvereinbarung zur Unterstützung des Faltenbogens festhalten wollen. Auch die Wirtschaft müsse sich stärker beteiligen, fordert Lalk.

Der SPN-Wirtschaftsausschuss signalisiert politische Unterstützung für die weitere Arbeit des Geoparkbüros. Die nächste Sitzung soll im Oktober in Döbern stattfinden - samt Radtour und Gespräch im Geoparkbüro.

www.muskauer-faltenbogen.de