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Petition gegen Wolfsabschuss gestartet

Hier tappt "Pumpak" in eine Fotofalle in Rietschen.
Hier tappt "Pumpak" in eine Fotofalle in Rietschen. FOTO: Lupus
Rietschen/Görlitz. Die Entscheidung des Görlitzer Landratsamtes und des sächsischen Landwirtschafts- und Umweltministeriums, den Wolf "Pumpak" im Landkreis Görlitz zum Abschuss freizugeben, trifft immer mehr auf Widerstand. So hat innerhalb weniger Tage eine Online-Petition gegen den Abschuss des zweijährigen Rüden des polnischen Ruszow-Rudels fast 6000 Unterschriften erzielt. ckx

Darauf macht Jörg Lübben aus Weißwasser aufmerksam.

In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisierten zudem mehrere Naturschutzverbände, darunter IFAW, NABU und WWF, einhellig und aufs Schärfste die Abschussfreigabe für "Pumpak". Sie sprechen von einer "politisch motivierten" Entscheidung, der es an jeder naturschutzfachlichen Grundlage mangele. Den Verbänden lägen keinerlei Hinweise vor, dass der Wolf für den Menschen eine akute Gefahr darstelle. Zudem seien Experten der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf (DBBW) sowie vom Lupus Institut in Sachsen nicht in die Entscheidung einbezogen worden. Die Umweltverbände prüfen derzeit rechtliche Schritte gegen die Abschussfreigabe, hieß es in einer Mitteilung.

Mehrere Kommentatoren in sozialen Netzwerken fragten zudem, wie"Pumpak" bei einem Abschuss von anderen Wölfen zu unterscheiden sei. Das Tier habe, so hieß es vom Kontaktbüro "Wölfe in Sachsen" auf Nachfrage, einen Beinbruch erlitten, der nicht komplett verheilt sei. Deshalb habe der Rüde einen Gehfehler und sei er von anderen Wölfen zu unterscheiden.

Die Petition findet man unter www.change.org