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| 01:28 Uhr

Park-Verbot für Nutria in Branitz

Cottbus. Das durch Nager akut gefährdete Pücklersche Gartenreich in Branitz ist gerettet. KaWe

Die Stadt Cottbus und die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz haben ein Park-Verbot gegen Nutria durchgesetzt - mit einem massiven Eingriff in die Population. Nachdem die Nager die Parkanlagen schon so stark untergraben hatten, dass Teile des Kulturerbes zu versinken drohten, sind Tiere gefangen und getötet worden. "Diese Entscheidung musste aufgrund der festgestellten Schäden durch Experten getroffen werden", erklärt die Cottbuser Amtstierärztin Wienke Becker. Das Tierschutzgesetz verbiete es grundsätzlich, sich Tieren zu entledigen, nur weil sie störten. Doch das Töten der Biberratten sei die einzige Möglichkeit gewesen, den Branitzer Park von der Nutria-Plage zu befreien. Denn die Pflanzenfresser, die sich massenhaft ausbreiteten, hätten in der Anlage beste Lebensbedingungen vorgefunden. Nutria-Weibchen könnten im Jahr bis zu dreimal Junge werfen. Um unterwühlte Böschungen zu verhindern und die Ufervegetation wirksam zu schützen, hätten die Nutria generell aus dem Park verbannt werden müssen. "Ihre erneute Einwanderung ins Gartenreich wird jetzt durch Sperren in den Zuflüssen verhindert", erklärt Becker. KaWe