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| 02:58 Uhr

"Operation ohne Narkose" steht an

Polizeirevierchef Uwe Horbaschk.
Polizeirevierchef Uwe Horbaschk. FOTO: ni
Weißwasser. Das Polizeirevier Weißwasser wird ab 7. April saniert. Das kündigte jetzt Revierleiter Uwe Horbaschk an. Ein halbes Jahr dauern die Arbeiten an, dann zeigt sich das Gebäude brandschutz- und behindertengerecht. Gabi Nitsche

Für seine 80 Mitarbeiter werde das eine große Herausforderung. "Das ist wie eine Operation ohne Narkose", verglich Revierleiter Uwe Horbaschk die Sanierungsarbeiten bei laufendem Betrieb.

In den Bau, den ersten nach zehn Jahren, investiert das Land Sachsen mehr als 200 000 Euro. Die Sanierung wird circa sechs Monate in Anspruch nehmen. Dann sei das Haus I modernisiert und heutigen Bedingungen an öffentliche Gebäude angepasst. Dazu gehört, vorhandene Räume neu zuzuschneiden. Zwischenwände verschwinden, sodass die derzeit kleinen Büros dann der Vergangenheit angehören und vor allem ihre Enge verlieren. Horbaschk spricht von deutlich besseren Bedingungen für die Mitarbeiter und die Besucher. Dafür sorgen nicht nur frische Farben an den Wänden und neue Fußböden. "Ich bin froh, dass auch die komplette Datentechnik erneuert wird."

Zu den auffälligsten Veränderungen zählt er den neuen Eingangsbereich. Dafür werde ein Teil der Vorderfront weggenommen und stattdessen ein Element mit einer lang gezogenen Rampenauffahrt eingesetzt.

Derweil die Fassade des gesamtes Polizeireviers an der Dr.-Altmann-Straße einen beigefarbenen Anstrich bekommt, leuchtet der neue Eingang unübersehbar in polizei-blau, die Aufschrift "Polizeirevier" weiß durch LED-Lampen.

Bisher hatten Rollstuhlfahrer kaum eine Chance, ins Polizeirevier zu gelangen. "Eigentlich wäre das nur über den Hof und Gewahrsambereich möglich gewesen. Das lehne ich ab", erklärt sich Horbaschk.

"Die Bauarbeiten sind so geplant, dass sie Stück für Stück ausgeführt werden. Der innere Ablauf bestimmt den Bau."

Revierchef Horbaschk lobt den Cottbuser Architekten. Für ihn sei es nicht die erste Polizeidienststelle gewesen, für die er Ideen entwickelte. So habe er die Sorgen und Nöte der Weißwasseraner Ordnungshüter rechtzeitig erkannt und in sein Konzept aufgenommen. Nur noch ein geringer Teil der Mitarbeiter müsse deswegen vorübergehend ins Haus II, wo der kriminaltechnische Dienst untergebracht ist, ausweichen. "Wir ziehen innerhalb des Hauses hin und her und rücken ein wenig zusammen." Derweil im Erdgeschoss die Bauleute das Sagen haben, zieht der Diensthabende von dort ins Obergeschoss. "Einwohner, die zur Polizei wollen, nehmen am Seiteneingang elektronisch mit ihm Kontakt auf und werden dann von einem Beamten abgeholt", erklärt Horbaschk das Prozedere.