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| 01:06 Uhr

„Ohne die Afos wäre unsere Erlichthofsiedlung nicht denkbar“

Rietschen.. In der Kommune hat der Begriff „Afos“ einen guten Klang. Vieles, was in letzter Zeit in Rietschen entstanden ist, steht mit diesem Begriff in Verbindung. I. Tschätsch

Die Afos GmbH hat ihren Sitz im Fema-Kulturhaus und ist ein Tochterunternehmen der Wesda, die in erster Linie in Weißwasser, Bad Muskau und Umgebung auf dem Gebiet der Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung aktiv ist.
„Ohne die Afos wäre unser Erlichthof nie entstanden.“ Rietschens Bürgermeister Eberhardt Meier prägte diesen Satz in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dort hatte Volkmar Pirl in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer eine Einschätzung der Arbeit von Wesda und Afos gegeben. Gegenüber der RUNDSCHAU konkretisierte Eberhardt Meiergestern seine Wertschätzung, die Afos betreffend. „Sie hat sich über Jahre hinweg als ein verlässlicher Partner, gewissermaßen als ein Bindeglied zwischen dem früheren Arbeitsamt, der jetzigen Agentur, und der Kommune erwiesen. Ich denke hier nur an den Aufbau der Theaterscheune im Zuge der Komplettierung des Erlichthofes“ , betonte er. Beim Abbau von Schrotholzhäusern an ihren Herkunftsstandorten hätten Afos-Beschäftigte geholfen, erklärte der Bürgermeister.
Die einzelnen Balken seien abgetragen und mit einer Blechmarke numeriert und dann auf dem Erlichthof wie bei einem Puzzle wieder zusammengesetzt worden. Auf diese Weise haben Erwerbslose über die Afos zeitweilig eine sinnvolle Beschäftigung auf dem zweiten Arbeitsmarkt gefunden. In einem früheren RUNDSCHAU-Gespräch hatte Volkmar Pirl darauf aufmerksam gemacht, dass man durch diese Projekte niemals mittelständischen Unternehmen Aufträge weggenommen habe, weil man sich am öffentlichen Wettbewerb gar nicht beteiligt hat. Alles sei in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen passiert.
So ist auch jetzt in Rietschen wieder. „Wir haben der Afos eine Liste mit Objekten übergeben, an denen sie sich künftig einbringen kann. Am Jugendhaus in Hammerstadt könnte beispielsweise gearbeitet werden genauso wie auf dem Sportplatz oder am Kindergarten“ , so Eberhardt Meier, der darauf hinwies, dass es sich um Tätigkeiten handelt, die einen hohen Handarbeitsaufwand erfordern und von Ungelernten nach kurzer Einweisung und unter Anleitung ausgeführt werden können. Damit werde Baufirmen nicht ins Handwerk gepfuscht.
Mit Hart IV ergeben sich auch für die Afos neue Möglichkeiten, wie Pirl zum Ausdruck brachte. Er sprach von etwa 220 Arbeitslosenhilfeem pfängern, die ab 2005 im Bereich Rietschen vermittelt werden sollen. Wie er sagte, kann die Afos jetzt auch auf dem Gebiet der Arbeit mit Behinderten einsteigen.