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| 01:36 Uhr

Offene Fragen zu den Kupfervorräten

Schleife.. Nachdem bekannt ist, dass der südamerikanische Bergbaukonzern Minera S.A. die Lizenz zum Abbau der Kupfervorkommen im Feld Spremberg-Graustein-Schleife behält, soll in Schleife eine Informationsveranstaltung zum Thema „Kupferabbau“ stattfinden. Gabi Nitsche

Das hat der Schleifer Ronald Fabian während der Einwohnerfragestunde im Rahmen der Ratssitzung in dieser Woche gefordert. Ihm ging es dabei vor allem auch um die Frage, inwieweit Umsiedlungsflächen von Probebohrungen betroffen sind. Bürgermeister Hans Hascha sagte, „wenn es gewünscht wird, dann sind wir gerne bereit zu einer Informationsveranstaltung.“ Doch dann müsste das Interesse der Einwohner auch entsprechend groß sein.
Bei einer ersten Info-Runde, die bereits stattgefunden habe, seien lediglich zwei Leute anwesend gewesen. „Wenn wir die Vertreter von Minera einladen, können wir uns nicht blamieren“ , so Hascha. Was die möglichen Probebohrungen angehe, so werde sich die Gemeinde erkundigen, wo diese genau stattfinden sollen und wie viele es sind, sagte er zu. Seines Wissens nach habe es erst eine Anfrage für eine Bohrung auf einem privaten Grundstück gegeben und diese sei von dem Eigentümer abschlägig beantwortet worden. In der nächsten Gemeinderatssitzung sollen die Fragen beantwortet werden.
Wie die RUNDSCHAU kürzlich berichtete, möchte die Kupferschiefer Lausitz GmbH (KSL), ein Tochterunternehmen des südamerikanischen Minera-Konzerns, im August oder September mit den Erkundungsbohrungen in der Kupferlagerstätte bei Spremberg beginnen. Das hatte der Sprecher der Firma mitgeteilt.
Voraussetzung dafür sei, dass andere Unternehmen, deren Widersprüche gegen den Erkundungszuschlag für Minera abgewiesen wurden, keine Klage gegen den jetzt erteilten Bescheid der Bergbehörde einlegen. Dafür sei bis Mitte Mai Zeit. Sollte geklagt werden, so der Sprecher, werde die KSL den sofortigen Vollzug der jetzt bestätigten Erkundungsgenehmigung beantragen. Das könnte jedoch eine weitere monatelange Verzögerung nach sich ziehen, hieß es dazu.