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| 16:13 Uhr

Tag des offenen Denkmals
Führungen durch die Glasfabrik und den Neufert-Bau

Weißwasser. Die Brauerei in Bad Muskau ist wegen der Abrissarbeiten in diesem Jahr kein offenes Denkmal.

Seit 25 Jahren gibt es den Tag des offenen Denkmals deutschlandweit. Er öffnet Gebäude, die sonst nicht immer zugänglich sind, und/oder bietet Menschen an dem Tag die Chance, mehr über öffentliche Denkmäler zu erfahren.

Im Plan der Stiftung Fürst-Pückler-Park war es auch, die Brauerei Bad Muskau wieder zu öffnen, nachdem der erste offene Denkmalstag 2017 ein toller Erfolg war. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die alte Brauerei bleibt am 9. September geschlossen. Grund für diesen Schritt sind die vorzeitig begonnen Sanierungsarbeiten. Derzeit laufen die Abrissarbeiten der nicht zum historischen Brauereiensemble gehörenden Anbauten im Innenhof. Der Abriss der ehemaligen Mosterei steht kurz bevor. Wenn diese Arbeiten beendet sind, kann mit der Sanierung des Brauereidaches begonnen werden. Diese werde voraussichtlich bis Jahresende andauern, teilt die Pücklerstiftung mit.

In Weißwasser hat die Denkmalkommission mehrere interessante Objekte zum Tag des offenen Denkmals ausgewählt. Es handelt sich um die Telux GmbH – Glasfabrik, die archäologischen Grabungen im Tagebauvorfeld Nochten, die evangelische Kreuzkirche mit Gemeindehaus, die katholische Kirche, den Neufert-Bau und das Glasmuseum.

In der Glasfabrik gibt es von 10 bis 11 Uhr halbstündliche Führungen. Wer zu den Grabungen im Tagebauvorfeld möchte, findet sich an der Tiergartenstraße in Richtung Trebendorf (nach der Rechtskurve) ein. Von 10 bis 15 Uhr gibt es stündlich Führungen. Die katholische Kirche ist von 11 bis 14 Uhr geöffnet, das Glasmuseum von 14 bis 17 Uhr. Dort ist an diesem Tag der Eintritt frei. Die evangelische Kirche hält ihre Tür von 10.30 bis 14 Uhr offen. Hier sind im Halbstundentag Rundgänge geplant, auch eine Kirchturmbesteigung ist möglich. Von 13 bis 15 Uhr gibt es jede halbe Stunde Führungen im Neufert-Bau.

Das Volkshaus Weißwasser an der Görlitzer Straße bleibt zum Denkmalstag geschlossen. Warum, erklärt Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) so: „Vertreter der Denkmalkommission waren vor rund drei Wochen gemeinsam mit mir in diesem Gebäude. Heraus kam, dass eine Besichtigung für die breite Öffentlichkeit wegen des Zustandes ausgeschlossen ist.“

Die Kirche in Daubitz zählt 2018 102 Jahre. Dach, Fassade, Fenster und Turmspitze konnten mit Unterstützung des Landesdenkmalamtes erneuert werden. Mit Altar, Kanzel und Orgel ist sie aus Sicht von Erich Schulze ein wertvolles Kulturdenkmal. Um 10.15, 11.15, 14.15 und 15.15 Uhr gibt es durch Mitglieder des Heimatvereins Führungen durch das Gotteshaus. Natürlich kann auch das nur einen Steinwurf entfernte Schulmuseum  besichtigt werden.

Die Schrotholz-Scheune an der Hoyerswerdaer Straße 4 in Kreba- Neudorf entstand Ende des 17. Jahrhunderts. Aufgrund des hohen Baualters der Blockscheune, das im Bestand der Blockbauten (Schrotholzbauten) der nördlichen Oberlausitz nur noch selten nachgewiesen werden kann, hat die Scheune großen Denkmalwert. Dort findet Sonntag ein gemütliches Scheunen-Gemunkel mit Kaffee und Kuchen statt. In der Zeit von 14 bis 17 Uhr werden Führungen nach Bedarf durchgeführt.

(pm/rw)