Während die Umweltbildung ruht, läuft in den Bereichen Amphibienschutz sowie Betreuung der Moorschnucken und Burenziegen die Arbeit weiter. Das sagt Annett Hertweck, die Leiterin der Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ in Förstgen.

Hunderte Amphibien wurden in der östlichen Oberlausitz gerettet

Trotz der Beschränkungen durch die Coronakrise müssen beim Amphibienschutz die rund 22 Kilometer langen Schutzzäune an den Straßen kontrolliert und die Fangeimer gelehrt werden. „Trotz der ungünstigen Witterung, die mit den frostigen Nachttemperaturen den Amphibien kürzlich die Lust zum Wandern etwas verleidet hat, haben wir schon rund 5250 Tiere vor dem Überfahren gerettet“, so Annet Hertweck.

Im Schafstall haben Schäfer Felix Wagner und sein Schäferlehrling Vladislaw Bosert jetzt alle Hände voll zu tun. „Wir haben neben den rund 500 Schafen und Burenziegen inzwischen auch viele neugeborene Lämmer, die versorgt werden müssen und viel Pflege benötigen“, sagt der Schäfer.

Moorschnucken und Ziegen grasen wieder in der östlichen Oberlausitz

Vor wenigen Tagen erfolgte der erste Austrieb der 300 Moorschnucken und 40 Ziegen. Damit endet für diese Tiere ihr Aufenthalt im Stall. Ihre ersten Weideflächen werden am Tauerwiesenteich zwischen Klitten-Tauer und Förstgen sein. Die Tiere werden hier wie auf vielen anderen Flächen im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft zur ökologischen nachhaltigen Landschaftspflege eingesetzt.

Im Schafstall in Förstgen verbleiben nur noch die tragenden Mutterschafe, deren Nachwuchs in den nächsten Tagen und Wochen zu erwarten ist, sowie Mutterschafe die sich um ihren schon vorhandenen Nachwuchs kümmern.