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Oberbürgermeister: Verkauf soll Zeichen für Glasfachschule setzen

Für das einstige Laborgebäude (l.) der früheren Glasfachschule in Weißwasser gibt es einen Interessenten. Die daneben stehende Villa soll auch noch zum Verkauf ausgeschrieben werden.
Für das einstige Laborgebäude (l.) der früheren Glasfachschule in Weißwasser gibt es einen Interessenten. Die daneben stehende Villa soll auch noch zum Verkauf ausgeschrieben werden. FOTO: Nitzsche
Weißwasser. 1500 Quadratmeter Fläche und ein Gebäude (Ofenhaus/Labor) wird die Stadt Weißwasser aus dem Areal der Glasfachschule verkaufen. Der Haupt- und Sozialausschuss hat dem in seiner Sitzung am Montag einstimmig grünes Licht gegeben. Regina Weiß

Ein Berliner will das Haus für Wohn- und Arbeitszwecke nutzbar machen. 12 000 Euro hat er der Stadt dafür geboten. Die Stadt war allerdings nach einem Gutachten von 19 000 Euro ausgegangen. Laut Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) sei es nicht das erste Mal, dass die Stadt unter Wert verkaufe. Man folge aber den Argumenten des Kaufinteressenten, zudem werde man das Geschäft durch die Rechtsaufsicht prüfen lassen.

"Wir wollen mit dem Verkauf ein Zeichen setzen", so der Oberbürgermeister, und das in der Hoffnung, dass noch jemand die Glasfachschule für eine Großinvestition entdecken möge.

Wie Pötzsch weiter erläuterte, gibt es einen Interessenten für das Hauptgebäude ohne den hinteren Teil sowie einen weiteren für Hauptgebäude und Villa. Einer, der nur Interesse an der Villa gezeigt habe, sei mittlerweile wieder abgesprungen. "Bei ihm hat es dann doch nicht gepasst", so Pötzsch. Wobei es sich bei der Villa um das Gebäude mit der schlechtesten Bausubstanz handelt.

Was allen Interessenten klar ist, übrigens auch dem jetzigen Käufer: Das Gelände hat insgesamt den Status eines Kulturdenkmals. "Zaun ziehen, geht gar nicht. Der Parkcharakter muss erhalten werden", so der OB.