Einen Tag später stand es schwarz auf weiß in der Heimatzeitung.
Als am letzten Sonntagmorgen alles weiß war auf den hiesigen Straßen, erinnerten sich einige Weißwasseraner an das Gelesene.
So zum Beispiel Hans Schulz, der zum Telefonhörer griff und den RUNDSCHAU-Mitarbeitern sein Herz ausschüttete. Michael Vogel hatte seinen Frust zu Papier gebracht und kam damit in die Lokalredaktion: „Der Winter hat ja nun auch bei uns Einzug gehalten mit acht Zentimetern Schnee, fröhlichen Kindern und weniger fröhlichen Autofahrern auf glatten Weißwasseraner Straßen“ , stellte er fest. Er fügte hinzu: „Wer mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs war, spürte von den guten Vorbereitungen nichts“ , so der Anwohner der Pestalozzistraße.
„Die Kritik wäre sicherlich nicht vonnöten, wenn es einmal von Anfang an mit dem Winterdienst in Weißwasser klappen würde“ , so die Meinung von Michael Vogel.
Oberbürgermeister Hartwig Rauh versteht den Frust der Leute, aber betonte gestern gegenüber der RUNDSCHAU auch: „Wir bemühen uns, die Verkehrssicherheit so weit wie möglich zu gewährleisten. Aber schneefrei werden die Straßen kaum sein.“ Es werden Schwerpunkte gesetzt, dazu gehören Straßen mit Gefälle wie die Karl-Liebknecht-Straße oder die August-Bebel-Straße zum Beispiel. „Es gibt aber auch Straßen, die gar nicht berücksichtigt werden“ , weil es personell und finanziell nicht geschafft werde. Mit den richtigen Autoreifen und vorsichtiger Fahrweise komme man auch auf Straßen voran, auf denen Schnee liegt, so der OB. Er betonte, dass sich gestern im Rathaus niemand beschwert habe über den Winterdienst.