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OB streckt Hand aus für faire Politik

OB Torsten Pötzsch.
OB Torsten Pötzsch. FOTO: rw
Weißwasser. Der wiedergewählte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) hat sich am Mittwoch während der Stadtratssitzung mit Blick auf die Wahl am vergangenen Sonntag erklärt. Das Wahlergebnis – 233 Stimmen mehr erreichte Pötzsch als Mitbewerber Rico Jung – sehe er nicht als Rucksack, "sondern als motivierende Herausforderung". Gabriela Nitsche

Motivation sei auch, dass sich gegenüber seiner ersten Wahl vor sieben Jahren über 1300 Bürger mehr für ihn entschieden hätten. Was seine Wahlversprechen angeht, sei er seiner Verantwortung gegenüber der Stadt und seinem Gewissen immer treu geblieben, betonte Pötzsch und verwahrte sich damit gegen indirekt vor allem anonym gemachten Anschuldigungen und Unterstellungen in Facebook-Foren. Der OB sagte: "Jetzt heißt es, zusammen nach vorn zu schauen. Der Stadtrat steht vor schwierigen, verantwortungsbewusst zu treffenden Entscheidungen." Stichwort Haushaltskonsolidierung.

Pötzsch sagte, er strecke weiterhin die Hand aus im Sinne einer konstruktiven und fairen Politik für Weißwasser. "Aber ich werde es nicht mehr zulassen, wenn gegen diese Fairness und Konstruktivität gehandelt wird", fand der OB deutliche Worte. "Ich habe den Auftrag der Wähler verstanden, und ich nehme mit, dass nicht alles angekommen ist, was viele von uns Positives für Weißwasser und die Region getan haben." Vertrauen müsse noch stärker entwickelt werden. Pötzsch kündigte dafür intensive Gespräche mit der Bevölkerung an, um Weißwasser wieder zu einen. Nach dem Ergebnis am Sonntag scheint die Stadt dreigeteilt: Pötzsch-Befürworter, Junge-Befürworter und Nicht-Wähler.

Was die letzten Monate anging, so hätten diese an den Kräften vieler gezerrt. Seine Wahlkampfaktivitäten seien überschaubar gewesen, räumte Pötzsch ein. Das hatte einen Grund: Er habe sich auf seine Arbeit als Oberbürgermeister konzentriert, um seiner Verantwortung für dieses Amt gerecht zu sein. "Und das ist keine Arbeit, die so nebenbei läuft."

Torsten Pötzsch ist nach wie vor überzeugt, dass gemeinsam vieles zu schaffen ist. Als Beispiel nannte der OB ein begonnenes Spielplatzprojekt im Alten Dorf von Weißwasser - "ein gemeinsames Projekt von bürgerschaftlichem Engagement, Firmenunterstützung und Stadtverwaltung". Die Stadträte forderte er auf, die Arbeit der Verwaltung und seine als OB im Sinne und zum Wohl der Einwohner zu unterstützen.

Von der Mehrheit im Sitzungssaal erntete Torsten Pötzsch zustimmendes Klopfen.