Mit Stolz haben Gemeinderat und Weißkeißels Bürgermeister Andreas Lysk die neue stationäre Netzersatzanlage, landläufig auch Notstromaggregat genannt, in Augenschein genommen. Die rund 100 000 Euro teure Investition an der Feuerwehr der Gemeinde soll nicht nur im Schadensfall die Feuerwehr funktionstüchtig halten, sondern auch der Bevölkerung dienen.

„Wir haben hier eine 15,5 KVa-Anlage, die mit Diesel betrieben wird“, erklärt Planer Volker Simson. Er hatte die Anlage am Feuerwehrgerätehaus geplant und dabei, wie er erklärt, jede Menge „Gehirnschmalz“ investiert. Schließlich muss die Anlage nicht nur so viel Strom liefern, dass sie einen Elektroherd und die Heizung des Gebäudes versorgen kann, sie darf auf der anderen Seite nicht zu groß dimensioniert sein. „Es geht nicht darum, dass hier Treibstoff verschwendet werden soll“, erläutert der Planer.

Ständig einsatzbereit

Insgesamt kann das feststehende Gerät 24 Stunden lang Strom produzieren, ohne einmal aufgetankt werden zu müssen. „Der Vorteil von einem feststehendem Aggregat ist, dass für Abluft gesorgt ist und alles sofort betriebsbereit ist“, sagt Volker Simson.

Gut anderthalb Jahre hatte der Gemeinderat an dem Projekt gearbeitet und seinerzeit die Chance ergriffen, eine Förderung beim Landkreis zu beantragen. Drei Mal hatte die Gemeinde nach dem Erhalt der Fördermittel die Leistungen ausschreiben müssen. „Wir möchten uns da bei der Fördermittelstelle bedanken, dass sie die Unwägbarkeiten mitgemacht hat“, sagt der Planer.

Schließlich war nach der ersten Ausschreibung ein viel zu teures Angebot eingegangen. Beim zweiten Versuch gab es gar kein Angebot für die Einhausung. Erst im dritten Versuch gab es ein Angebot – was auch die Neugestaltung des Außenbereiches an der Feuerwehr mit eingeschlossen hat. Trotzdem müsse noch eine außerplanmäßige Ausgabe von gut 3700 Euro vom Rat im Januar beschlossen werden, wie Andreas Lysk erklärt. „Das ist technisch einfach nicht anders gegangen“, sagt er.

Ein Ort für die Grundversorgung der Bevölkerung

Der gesamte Rat, die Feuerwehr und der Bürgermeister wissen, dass dies eine Investition in die Zukunft ist. „Es ist einfach so, dass die Schadenslagen zunehmen und möglicherweise auch ihre Intensität“, argumentiert der Bürgermeister. Ihm und dem Gemeinderat sei es deshalb darum gegangen, für die Bevölkerung einen Ort zu schaffen, an dem die Grundversorgung aufrecht erhalten werden kann. „Hier bleibt eben nicht nur die Feuerwehr einsatzbereit, sondern die Bevölkerung hat einen warmen Unterschlupf im Winter und im Sommer kann auch etwas gekühlt werden.“