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| 17:15 Uhr

Schutzmaßnahmen im Krankenhaus ergriffen
Norovirus: Klinikum bittet Besucher um Umsicht

 Das Norovirus verursacht bei den Betroffenen ein starkes Krankheitsgefühl und ist hochgradig ansteckend.
Das Norovirus verursacht bei den Betroffenen ein starkes Krankheitsgefühl und ist hochgradig ansteckend. FOTO: Jarun Ontakrai/shutterstock.com / Jarun Ontakrai
Görlitz. Im Krankenhaus Görlitz ist wegen Noroviren und ersten Grippepatienten ein erhöhter Schutz angebracht. 

Wen es erwischt, der ist zu bedauern: Starke Übelkeit, Durchfall und Erbrechen kennzeichnen eine Norovirus-Erkrankung. Während fitte Menschen das in der Regel innerhalb weniger Tage gut wegstecken, sind besonders ältere Menschen, sowie Kinder und auch Kranke schwerer von der Erkrankung und ihren Folgen betroffen.

„Seit Sonntagabend haben wir auf der Unfallchirurgischen Station einen akuten Ausbruch. 14 Patienten sind betroffen, sieben Mitarbeiter sind im Rahmen des Geschehens erkrankt“, sagt Cornelia Seidel, die das Hygienemanagement im Städtsichen Klinikum Görlitz leitet. Auch auf einigen anderen Stationen werden Erkrankungen gemeldet.

Das Norovirus verursacht bei den Betroffenen ein starkes Krankheitsgefühl und ist hochgradig ansteckend. Die Viren werden über den Stuhl und das Erbrochene des Menschen ausgeschieden. Die Infektiosität ist sehr hoch, es reichen schon wenige Viruspartikel, um sich anzustecken. Die Übertragung erfolgt über Handkontakt mit kontaminierten Flächen oder durch die orale Aufnahme virushaltiger Tröpfchen, die im Rahmen des schwallartigen Erbrechens entstehen. Das erklärt die sehr rasche Infektionsausbreitung innerhalb von Altenheimen, Krankenhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen.

Das Görlitzer Klinikum hat verstärkte Schutzmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehören das Tragen von persönlicher Schutzkleidung bei der Versorgung infektiöser Patienten, ein vorübergehender Aufnahmestopp auf den betreffenden Stationen sowie die Information der Öffentlichkeit. Notfallpatienten werden weiter ausnahmslos versorgt. „Wir bitten Angehörige, Gäste und Besucher dringend, ihre Besuche einzuschränken, wenn möglich sogar darauf zu verzichten“, sagt Krankenhaussprecherin Katja Pietsch. Dies sei vor allem deshalb ratsam, um nicht weitere Erkrankungen ins Klinikum zu bringen oder sich selbst anzustecken.

„Wir ergreifen alle Maßnahmen, um Patienten und Personal zu schützen“, sagt Pietsch. Angehörige, die nicht auf einen Besuch verzichten möchten, werden gebeten, sich wie das Personal beim Betreten und Verlassen der Zimmer die Hände gründlich zu desinfizieren.

Da auch die Influenza in Görlitz angekommen ist, richtet sich das Klinikum auf Grippepatienten ein. Jeder kann seinen Beitrag leisten, indem er verantwortungsvoll mit den eigenen Symptomen umgeht.