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NOL-Kreis liegt im Hinterfeld

Niesky.. Der Niederschlesische Oberlausitzkreis landet im ökonomischen Deutschland-Vergleich von 435 kreisfreien Städten und Landkreisen mit Platz 413 im hinteren Feld.

Das weist das erste wissenschaftliche Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), das gestern veröffentlicht wurde, aus.
In Bezug auf die „Sachsen-Messlatte“ liegt der Niederschlesische Oberlausitzkreis von 29 Kreisen/Städten auf Rang 26. Damit lässt der NOL viel vor, aber den Landkreis Löbau-Zittau sowie die kreisfreien Städte Hoyerswerda und Görlitz hinter sich.
„Das Ranking bietet die Möglichkeit, das ökonomische, soziale und strukturelle Niveau der Regionen zu vergleichen“ , erklärt Carsten Seim von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Stärken, Schwächen und Entwicklungspotenziale könnten auf der Basis differenziert analysiert werden, erklärt er.

Folgende Stärken und Schwächen wurden dem Landkreis attestiert:
Stärken: Der Anteil der Hochqualifizierten an der Gesamtzahl der Beschäftigten im Niederschlesischen Oberlausitzkreis belaufe sich auf 10,3 Prozent (2005). Im Bundesdurchschnitt haben nur 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Rang 71.
Die kommunale Investitionsquote lag im Niederschlesischen Oberlausitzkreis im Mittel der Jahre 2002 bis 2004 bei 15,8 Prozent. Bundesweit flossen durchschnittlich 12,1 Prozent der kommunalen Ausgaben in Investitionen. Rang 104. Die Schulden der Gemeinden im Niederschlesischen Oberlausitzkreis beliefen sich im Jahr 2004 auf 1024 Euro je Einwohner. Der Bundesdurchschnitt lag bei 1438 Euro je Einwohner. Rang 109 im INSM-Regionalranking.
Aus Unternehmenssicht betrachtet können niedrige Arbeitskosten als positiver Standortfaktor gelten. Im Niederschlesischen Oberlausitzkreis lagen diesen im Jahr 2004 bei 24 940 Euro je Arbeitnehmer. Bundesdurchschnitt: 30 561 Euro. Rang 31.
Schwächen: Auf 14 468 Euro belief sich im Jahr 2004 das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt im Niederschlesischen Oberlausitzkreis. Bundesmittel: 24 805 Euro. Rang 418.
46,5 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis waren im Jahr 2005 langzeitarbeitslos. Im Bundesdurchschnitt waren es 35,4 Prozent. Rang 411.
Die Einkommen im Niederschlesischen Oberlausitzkreis bewegen sich mit einer durchschnittlichen Bruttolohnsumme von 20 622 Euro (2005) je Beschäftigtem unter dem Bundesniveau (25.822 Euro). Rang 404.
Die Arbeitslosenquote im Niederschlesischen Oberlausitzkreis lag im Oktober 2005 bei 20,1 Prozent. Bundesdurchschnitt: 12,2 Prozent. Rang 403. (KaWe/rw)

Hintergrund Ranking im Internet zu finden
 Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft veröffentlicht heute die Ergebnisse ihres ersten wissenschaftlichen Regionalrankings . Unterstützt durch Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Consult) sind demnach 435 kreisfreie Städte und Landkreise in ganz Deutschland aus ökonomischer Sicht unter die Lupe genommen worden.
Internet:
www.insm-regionalranking.de