| 18:03 Uhr

Noch keine Lösung für Ärztemangel in Weißwasser

Weißwasser. Nach dem SPD-Bürgerforum in Weißwasser am Donnerstagabend zeichnet sich keine Lösung für den Mangel an Hausärzten ab. Das Problem ist, so schilderte Silke Heinke vom Verband der Ersatzkassen, „wir können niemanden dazu verpflichten, nach Weißwasser zu gehen und dort zu praktizieren.“ ckx

Wie SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Baum erklärte, seien zwischen 2000 und 2500 Bürger derzeit ohne einen Hausarzt. Ende 2015 waren gleich drei Hausärzte in der Stadt in den Ruhestand gegangen. Das, so die stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sylvia Krug, sei bislang einmalig in Sachsen. "Es wird andere Regionen aber auch noch treffen", sagte sie. Getroffene Maßnahmen, wie beispielsweise von der KV finanzierte Stipendien für 20 angehende Ärzte, die nach der Ausbildung für einige Jahre im ländlichen Raum in Sachsen arbeiten müssen, greife frühestens 2022. Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) versicherte unterdessen, dass gemeinsam mit dem Augenmedizinischen Versorgungszentrum Lausitz GmbH (AMVZ) mit Hauptsitz in Hoyerswerda Gespräche geführt werden. Dort wolle man künftig nicht nur Augenheilkunde anbieten, sondern auch eine Hausärztliche Versorgung anbieten.