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| 15:54 Uhr

Landkreis
Neugierde wecken, Stolz vermitteln

Das Logo in Form eines Stempels ist das Markenzeichen für das Jubiläum des Landkreises.
Das Logo in Form eines Stempels ist das Markenzeichen für das Jubiläum des Landkreises. FOTO: Landkreis
Görlitz. Landkreis Görlitz beschenkt sich selbst mit einem Buch zu seinem 10. Geburtstag. Von Regina Weiß

(rw) Wenn Otto Müller, Bürger des Landkreises Görlitz, das neue Buch über seinen Heimatkreis kauft und es seinen Bekannten nach Rostock oder Köln verschickt, dann hat man aus Sicht von Landrat Bernd Lange (CDU) viel erreicht. Im Norden oder Westen oder wo auch immer, kann das Werk Neugierde auf die „Banane“ im Osten der Republik wecken. Und es könnte noch mehr, deutet der Landrat beim Pressegespräch am Gründonnerstag in der Kreisverwaltung an: Das Buch soll das Wirken der Menschen dokumentieren. Sie stolz machen, wenn sie auf ihre eigenen Leistungen schauen. „Klar haben wir auch noch einen Riesenberg an Aufgaben vor uns. Aber es ist auch allerhand geschaffen worden“, unterstreicht Lange. Dazu haben hauptamtlich Tätige, aber noch viel, viel mehr Ehrenamtler beigesteuert, findet der Landrat. „Ich finde, der Landkreis ist gut unterwegs in der Kraft, die er hat.“ Dahinter „verberge“ sich ein Solidarprinzip des gesamten Kreises, egal, ob Norden oder Süden.

Mit dem Buch beschenkt sich der Landkreis quasi selbst. Anlass ist sein zehnjähriges Bestehen. Geburtstag ist der 1. August. „Es wäre schön, wenn wir es an diesem Tag in den Läden hätten“, so Lange. Dabei liegt ja der Ursprung des Landkreises Jahrhunderte zurück, wenn man es so sehen will. 1268 hat Markgraf Otto IV. von Brandenburg mit der vorgenommenen Teilung der Oberlausitz die Landkreisbildung mit dem Görlitzer Land vorweggenommen. Auch diesen Rückblick wird es zwischen den Buchdeckeln geben, kündigt Lars-Arne Dannenberg, der Autor der Publikation, an. „Wir werden zeigen, wie liebens- und lebenswert der Kreis ist“, so Dannenberg. Dabei setzt er auf einen ausgewogenen „Branchenmix“. Da geht es um Autozulieferer, die hier Erfolgsgeschichten schreiben, um den Sport in seiner vielfältigsten Form, um die schönen Landschaften, um die Kunst, die Kultur... Besondere Schlaglichter sollen dabei auch besonders hervorgehoben werden. Dannenberg nennt als Beispiel die Sorben oder Bad Muskau. Schließlich ist Sachsens einziges Weltkulturerbe Teil des Kreises Görlitz. Bei allem, darauf legt Dannenberg wert, soll der Mensch im Mittelpunkt stehen. Er habe ja schließlich die Geschichte(n) geschrieben. Und davon gibt es kreisweit auf 120 Kilometer Länge und Minimum 30 Kilometer Breite allerhand zu erzählen. Und doch muss komprimiert und aussortiert werden. Denn die Lesegewohnheiten haben sich verändert. „Wir wollen keinen dicken Wälzer erstellen“, so Dannenberg. Vielmehr soll das Buch mit vielen Fotos 150 Seiten stark werden. Ob es wirklich „Streiflichter zwischen Bad Muskau und Zittau“ heißt, so wie es der Arbeitstitel verrät, ist noch nicht klar. Klar ist auch nicht, was es kosten wird. Über zehn Euro, deutet  Lange für das Hardcover-Buch, an.