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| 13:46 Uhr

Seenland
Lange Leitung für frisches Nass

Die Bauarbeiten an der neuen Treppenanlage am Bärwalder See werden durch die Firma Nadebor ausgeführt.
Die Bauarbeiten an der neuen Treppenanlage am Bärwalder See werden durch die Firma Nadebor ausgeführt. FOTO: Regina Weiß
Boxberg/Klitten. Treppenanlagen entstehen am Klittener Ufer vom Bärwalder See. Das Abwasserpumpwerk wird noch gebaut. Von Regina Weiß

(rw) Ohne Ohrenschützer geht gar nichts, sollen die Steine für die neue Treppenanlage am Klittener Hafen in der entsprechenden Größe zugeschnitten werden. Das, was die Männer der Firma Nadebor schon geschafft haben, sieht gut aus. Bald sind die Zeiten vorbei, wo man den Abhang vom Parkplatz zur Steganlage in Tippelschritten bewältigen musste. Zwei neue Treppen gehören mit zu den umfangreichen Erschließungsmaßnahmen von Klitten-Jasua. In den zurückliegenden Jahren sind hier mithilfe des Freistaates weit über eine Millionen Euro investiert worden. Neue Parkplätze und Straßen sind die sichtbarsten Zeichen. Die notwendigen Medienleitungen sind im Untergrund verschwunden.

Mit den beiden Treppenanlagen nähert sich das Großprojekt langsam dem Ende, doch noch warten einige Aufgaben auf Erledigung. Dazu gehört beispielsweise neues Grün. Klar, dass das erst im Herbst erfolgen kann. Außerdem steht mit dem Abwasserpumpwerk noch ein wichtiges Erschließungsvorhaben an. An der Stelle kommt allerdings der Wasserzweckverband Mittlere Neiße Schöps (WZV) ins Spiel. Denn der will investieren, um Klittens Einwohner versorgungssicher zu halten, was Trink- und Abwasser betrifft. So sind der Bau von Trink- und Abwasserleitung zwischen Uhyst und Klitten am See entlang schon seit Längerem in Planung. Zum einen geht es um den Ringschluss für Klitten. Die acht Ortsteile der ehemaligen Gemeinde hängen derzeit an einer Leitung aus Richtung Kringelsdorf, so Petra Brünner, Geschäftsführerin des Wasserzweckverbandes Mittlere Neiße-Schöps. Zum anderen soll die in die Jahre gekommene Teichkläranlage in Klitten außer Betrieb genommen werden. Das Abwasser soll künftig in der Kläranlage Boxberg entsorgt werden. Damit wären dann auch die mobilen Entsorgungszeiten für die Seeanrainer vorbei.

Allein die Trinkwasserleitung, die möglichst ab 2019 im Horizontalspülbohrverfahren verlegt werden soll, wird 4,2 Kilometer lang sein. Für beide Leitungen sind Fördermittelanträge beim Freistaat gestellt. Der WZV hofft auf einen Zuschuss von 90 Prozent.