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| 14:58 Uhr

Bildung
Neue Klassenzimmer für „Neißekinder“

Für die Sanierung der Grundschule in Sagar sind jetzt die Planungsleistungen vergeben worden. 
Für die Sanierung der Grundschule in Sagar sind jetzt die Planungsleistungen vergeben worden.  FOTO: Regina Weia
Krauschwitz. Der Gemeinderat Krauschwitz hat mit Verspätung die Planungsleistungen für die Grundschul-Sanierung in Sagar vergeben. Der Kostenumfang beträgt etwa 168 000 Euro. Von Gabi Nitsche

Nun kann die vorgesehene Sanierung der Grundschule Neißekinder in Sagar weiter geplant werden. Die Aufträge dafür hat der Rat beschlossen. Alles in allem waren laut Kostenschätzung knapp 180 000 Euro für diese gesamten Planungsleistungen vorgesehen. „Wir kommen auf rund 168 000 Euro, werden aber die ‚Luft‘ beim Ausbau dringend benötigen“, so Marcell Hänchen vom Sachgebiet Technisches Gebäudemanagement, Straßenbau- und -beleuchtung sowie Bauwesen in der Gemeindeverwaltung Krauschwitz.

Nachdem in der Sitzung am 20. Februar nicht genügend Räte anwesend waren, war das eine Woche später kein Problem mehr. „Dabei hätten laut Gesetzgeber nun sogar drei Räte gereicht“, erklärte Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler).

Nicht nur ihm, sondern auch Marcell Hänchen fiel sozusagen ein Stein vom Herzen. Denn die Zeit drängt. 710 000 Euro aus dem Fördertopf „Vitale Dorfkerne“ liegen für das 960 000 Euro teure Vorhaben bereit und sollen unbedingt noch in diesem Jahr verbaut werden. Denn die Kommune hatte die Fördermittelbindung schon einmal verlängert und damit das Geld ins Jahr 2018 gerettet. Mönch hatte von einer Ausnahme für Krauschwitz gesprochen. Er hält es für fraglich, dass das noch einmal gestattet wird. Aufgabe der Planer sei es nun, die Vorplanung zu konkretisieren und schnell die Leistungsverzeichnisse aufzustellen. Das sind notwendige Vorarbeiten für die dann folgende öffentliche Ausschreibung.

Konkret geht es nun um die Planung in den Fachbereichen Gebäude inklusive Anpassung des Brandschutzkonzeptes, Tragwerk, Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro. Krauschwitz hat diese Leistungen beschränkt ausgeschrieben mit einem öffentlichen Teilnehmer-Wettbewerb, so Marcell Hänchen in der Ratssitzung. Der Auftrag für die Gebäudeplanung und das Brandschutzkonzept ging an die Firma HK Bauplanung Neumann für rund 53 000 Euro. Hierfür hatten sich drei Büros beworben.
Wie Marcell Hänchen erklärte, ist ein Anbau vorgesehen für zwei neue Klassenräume mit zusammen 90 Quadratmetern und Garderobenräumen.

Die Tragwerksplanung übernimmt das Büro Basler & Hofmann aus Görlitz für ein Honorar von gut 22 600 Euro. Auch für diesen Bereich hatten sich drei Planer beworben. Das aus Görlitz sei unschlagbar gewesen. Für alles, was mit Heizung, Sanitär und Lüftung zu tun hat, ist planerisch jetzt das Reichenbacher Ingenieurbüro Laban gefordert und erhält ein Honorar in Höhe von gut 38 000 Euro. Wie es hieß, sei das nicht der einzige Auftrag an die Reichenbacher. Das Büro sei bereits sehr aktiv in der Region gewesen, so trügen das Berufliche Schulzentrum und das Krankenhaus in Weißwasser bereits dessen Handschrift. Die Elektrofachplanung bleibt in Krauschwitz. Den Auftrag erhielt das Ingenieurbüro GM mit Volker Simson an der Spitze für rund 23 400.

Erst mit der Zusage für mehr als 710 000 Euro aus dem Programm „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“ im vorigen Jahr konnte Krauschwitz das Vorhaben Grundschule überhaupt angehen und nun viel mehr machen, als nur die vom Gesetzgeber geforderten brandschutztechnischen und energetischen Ertüchtigungen. Neben den bereits erwähnten Dingen sollen das Haupthaus renoviert und die historische Eingangstür erneuert werden. Im Außengelände sind Bolz- und Spielplatz sowie ein neuer Fahrrad-Unterstand vorgesehen. Auch mit dem Nebengebäude soll es vorangehen. Für energetische Maßnahmen an der Turnhalle nutzt Krauschwitz Investkraft-Gelder.