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| 17:45 Uhr

Weißwasser
Wieder Hoffnung für den Neufert-Bau

Der Neufert-Bau in Weißwasser wartet bereits seit vielen Jahren auf seine Sanierung.
Der Neufert-Bau in Weißwasser wartet bereits seit vielen Jahren auf seine Sanierung. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Weißwasser. Der Bürgermeister von Weißwasser verhandelt in Dresden im zweiten Anlauf um Fördergelder. Von Torsten Richter-Zippack

Neue Hoffnung gibt es für den stadtbildprägenden Neufert-Bau in Weißwasser. Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) verhandelt in dieser Woche im Dresdner Innenministerium um Fördermöglichkeiten für das derzeit stark beschädigte Gebäude. Konkret geht es um die Sicherung des Hauses. Demnach könnten sich Bund und Land jeweils hälftig an diesem Vorhaben beteiligen. Eine Komplettsanierung würde laut Pötzsch rund 1,7 Millionen Euro kosten. Wie viel für eine Sicherung aufgewendet werden müssten, sei derzeit noch unklar. Ursprünglich stand eine Summe von 400 000 Euro im Raum. „Am dringendsten sind die Instandsetzung des Daches sowie der bahnseitigen Fassade“, so das Stadtoberhaupt. Neue Fenster und Türen müssten eingesetzt werden.

Für den Neufert-Bau gab es schon einmal eine Förderzusage. Allerdings waren die beiden Töpfe nicht miteinander kompatibel, sodass es zu keiner Auszahlung kam.

Das markante Gebäude soll künftig im Erdgeschoss eine Ausstellung zum namensgebenden Architekten Ernst Neufert (1900 bis 1986) sowie zu Glasdesigner Wilhelm Wagenfeld (1900 bis 1990) beheimaten. Die oberen Bereiche sollen als Lagerräume genutzt werden. „Es gibt Nachfragen, der Bedarf ist vorhanden“, sagt Torsten Pötzsch.

Der von Ernst Neufert, der als Architekt für die Vereinigten Lausitzer Glaswerke tätig war, in den Jahren von 1935 bis 1937 errichtete Stahlskelettbau mit  Ziegelausfachung wurde als Zwischenlager für die damals florierende Glasindustrie genutzt. Im Jahr 2014 gründete sich ein Förderverein, der sich Erhalt und Nutzung des Neufert-Baus auf die Fahnen geschrieben hat.