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| 17:34 Uhr

Grundschule Sagar
Neue Heizungsanlage für Sagar

Die Turnhalle an der Grundschule Neißekinder in Sagar erhält eine neue Heizungsanlage.
Die Turnhalle an der Grundschule Neißekinder in Sagar erhält eine neue Heizungsanlage. FOTO: Gabi Nitsche
Krauschwitz. Die Firma Noack aus Gablenz erhält den Auftrag. Eltern kritisieren den Zustand der Turnhalle. Von Gabi Nitsche

Dass die Turnhalle an der Grundschule in Sagar mehr als in die Jahre gekommen ist, da beißt die Maus keinen Faden ab. Ihr Charme aus DDR-Zeiten ist unübersehbar. Ginge es nach dem Schulträger, würde dieser die Halle lieber heute als morgen auf den modernsten Stand der Dinge bringen. Doch dafür hat Krauschwitz nicht das nötige Kleingeld. Es geht nur schrittweise voran. Eine der dringlichsten Aufgaben ist eine neue Heizungsanlage. Die soll jetzt die Heizungsbaufirma Noack aus Gablenz installieren.

Der Gemeinderat hat am Dienstag den Auftrag dafür in Höhe von mehr als 23 000 Euro vergeben. Zuvor war eine beschränkte Ausschreibung vom Vorjahr aufgehoben und eine freihändige Vergabe vorgenommen worden. Neun Angebote lagen letzlich vor.

Wie Hagen Neumann, Sachgebiet Bau in der Gemeindeverwaltung, erklärte, soll mit der neuen Anlage die Energieversorgung effizienter werden. Bisher wird die Turnhalle über die Ölheizung der Grundschule beheizt. Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler)  nimmt an, dass die Isolierung der alten Leitung vom Schulgebäude zur Halle nicht mehr funktioniert. Die Wärmeverluste seien dadurch hoch. Nun soll diese Leitung gekappt werden. Laut Neumann ist vorgesehen, mit der neuen Anlage und einer kurzen Leitung auch das Nebengebäude zu heizen.

Andreas Nelte vom Schulförderverein erkundigte sich nach dem vorgesehenen Zeitplan. Laut Neumann soll bis April alles fertig sein, bezog sich dieser auf die Firma Noack. Während der Arbeiten würde an ein, zwei Tagen mal gar keine Heizung funktionieren. Was die Frage nach warmem Wasser in den Sanitärräumen für die Kinder angeht, wurde das verneint. Erfahrungsgemäß, so Hagen Neumann, würden sich die Kinder nur die Hände waschen, aber nicht duschen nach dem Sportunterricht. Das treffe eher auf Freizeitsportler zu.

Das Leitungsnetz, die Abflüsse und so weiter seien nicht mehr so toll, so Neumann. Die obigen Waschräume wieder zur Verfügung zu stellen in vollem Umfang, das werde nicht sein, sagte Hagen Neumann. Andreas Nelte regte an,  einen Boiler anzuschaffen und mit diesem für warmes Wasser zu sorgen. Der Krauschwitzer Bürgermeister wolle den Hinweis gern mitnehmen, sagte dieser.

Schon seit geraumer Zeit werde wegen der Turnhalle debattiert. Da es an der Oberschule in Krauschwitz die top Sporthalle gibt, sollten Vereine diese nutzen, sei man sich im Rat einig. Jetzt gelte es, sich zu verständigen, was in Sagar machbar ist. Mönch sei gerne bereit, Andreas Nelte und weitere Eltern, wie dieser vorschlug, einzubeziehen. „Aber zurzeit haben wir keine Mittel, um Sagar so zu sanieren wie Krauschwitz“, so Mönchs deutliche Worte.

Er ärgere sich sehr, dass von der sächsischen Bildungsagentur nach Kontrollen Forderungen aufgemacht werden, die eine Gemeinde wie Krauschwitz eben nicht erfüllen könne. „Man kann bei so einer alten Einrichtung, die ja trotzdem bisher immer ihren Dienst versah, nicht heutige moderne Maßstäbe ansetzen und verlangen, wir haben das zu machen.“

Diese Ausführungen zum Thema Turnhalle waren Roberto Balzk nicht ausreichend genug. Dessen Kind gehe in Sagar in die Schule und nutze das Ganztagsangebot Handballspielen. Doch das ist nicht mehr möglich. Schulleiterin Heide Jacob hat kürzlich die Turnhalle für Ballspiele gesperrt, weil ein Prallschutz fehlt, bestätigte sie der RUNDSCHAU. „Ansonsten kann die Halle wie gewohnt genutzt werden“, betont sie. „Nicht Ball zu spielen ist genauso, als würde man Kindern Nutella vom Brot nehmen“, verglich der Vater. Der Bürgermeister hielt entgegen, es sei eben vieles geplatzt von den Ideen, die Krauschwitz für die Grundschule hatte, weil aus den erhofften Fördermitteln nichts wurde.

Bürgermeister und Kämmerin Maren Helbig regten an, mit der Oberschule zu reden, ob das Ganztagsangebot Handball nach Krauschwitz verlagert werden kann. „Bis 14.30 Uhr ist die Sporthalle für die Schule geblockt. Da gibt es sicherlich freie Belegungszeiten“, so die Kämmerin. Wobei es ja nicht nur um diese Zeit allein geht. „Der Trainer muss genau dann Zeit haben, die Kinder sind auf Busse angewiesen, die Betreuung zwischendurch muss gesichert sein und die Eltern müssen einverstanden sein, womöglich die Kinder aus Krauschwitz abzuholen, zählt die Grundschulleiterin gegenüber der RUNDSCHAU auf. Schulleitung und Gemeindeverwaltung seien im Gespräch.