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| 03:08 Uhr

Neue Heimstatt für Kanitz-Stein

Der Friedhof ist mittlerweile der vierte Standort für den Kanitz-Stein. Frisch gesetzt, steht er dort noch umzäunt.
Der Friedhof ist mittlerweile der vierte Standort für den Kanitz-Stein. Frisch gesetzt, steht er dort noch umzäunt. FOTO: Preikschat
Weißwasser. Uwe Mühle von der Denkmal-Kommission Weißwasser und Karl-Heinz Melcher von der Stadtverwaltung sind überzeugt: Der Gedenkstein für den 1932 in Weißwasser erschossenen Kommunisten Erich Kanitz hat auf dem Friedhof endlich seine Heimstatt gefunden und wird nicht wieder umziehen müssen. Dort steht er seit wenigen Tagen auf dem Pfad des Gedenkens. dpr

Voraussichtlich rund 4400 Euro, so Melcher, hat das Umsetzen des Steins gekostet. Zuletzt wurde er, fest verankert und umfriedet, vor dem Sportplatz am Turnerheim platziert, erregte mit der kommunistisch geprägten Inschrift "Dein Kampf ist uns Verpflichtung" jedoch Anstoß bei Anwohnern und Stadträten. Zuvor stand der Stein auf dem Gelände einer Mittelschule, die abgerissen wurde, und ursprünglich nahe des Wasserturms in Weißwasser, so Ulrich Mühle. Als Beispiel für die Erinnerungskultur einer vergangenen Epoche, so der Denkmalschützer, sei der Stein nun am richtigen Platz.