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Neue Flüchtlingsfamilien kommen

Weißkeißel. Seit gut neun Monaten gehören Flüchtlinge zum Erscheinungsbild in Weißkeißel. Am Donnerstag spielte das Thema im Gemeinderat eine Rolle. Regina Weiß

Dort war Beate Röchow, die Leiterin der Gemeinschaftsunterkunft, vor Ort. Betrieben wird das Haus vom DRK-Kreisverband Weißwasser. Derzeit leben in den zwei Häusern an der Kaupener Straße sieben syrische Flüchtlingsfamilien. Das sind 34 Personen. Noch im November werden drei weitere Familien mit insgesamt 15 Personen die Einrichtung verlassen. Derzeit befinden sie sich auf Wohnungssuche und kümmern sich um die Einrichtung, erzählt Beate Röchow.

Die Arbeit im Hause laufe gut. "Unsere Arbeit wird geachtet", so Beate Röchow. Sie und ihre Kollegen - insgesamt gibt es drei festangestellte Mitarbeiter und einen Bufdi - warten auf neue Familien. Diese seien bereits avisiert. Welche Nationalität diese haben werden, sei allerdings offen. Wenn die Familien wegziehen, dann vor allem nach Görlitz, erklärte Beate Röchow. Allerdings seien jüngst auch zwei Familien nach Weißwasser gegangen. Bürgermeister Andreas Lysk (parteilos) erklärte, dass er dankbar sei, dass das Thema vernünftig in Weißkeißel durchgestanden wird. "Auch wenn es unterschiedliche Meinungen dazu gab und demonstriert wurde", so Lysk. Der Betreibervertrag mit dem DRK und dem Landkreis zur Gemeinschaftsunterkunft in Weißkeißel, die eine Maximalkapazität von 70 Personen hat, geht noch bis Ende Januar 2018.

Für die Familien, die ausziehen und auch für die neuen Ankömmlinge, bittet Beate Rochow um Spenden. Alles, was für einen Haushalt gebraucht werde, von Gläsern bis Bettwäsche, von Handtüchern bis Teller, nehme man in Weißkeißel entgegen. Die Waren sollten in einem ordentlichen Zustand sein.