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Neue Aufgaben fürs Netzwerk

Görlitz. (red/br) Das Geriatrie-Netzwerk Ostsachsen am Städtischen Klinikum Görlitz ist von geänderten Richtlinien des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz betroffen. Es geht um Aufgaben, Ziele und Finanzierung, teilt Klinikumssprecherin Katja Pietsch mit.

Laut Dr. Stefan Zeller, Direktor des Görlitzer Geriatriezentrums, sollen die sektorenübergreifende verbesserte medizinische Versorgung sowie die Prävention und Gesundheitsförderung von geriatrischen Patienten im Vordergrund stehen. Dies bedeute eine weitaus engere Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern sowie niedergelassenen Ärzten im Kreis bei der Versorgung älterer Patienten mit einer Vielzahl an Erkrankungen.

Ein weiterer Schwerpunkt sei künftig die Zusammenarbeit mit dem Pflegenetz des Landkreises. Für das alles werden unter anderem neue Projekte vorbereitet sowie die Internetseite und der Flyer des Netzwerkes umgestaltet und an die neuen Anforderungen angepasst. Der effizientere Einsatz vorhandener Mittel sowie die Entwicklung und Erprobung einer erweiterten Patientenversorgung und -information, in Kooperation mit regionalen Versorgungsstrukturen, waren bis jetzt die Schwerpunkte. Die bisherige Finanzierung durch die sächsischen Krankenkassen gewährt in den Jahren 2017/2018 voraussichtlich der Freistaat Sachsen innerhalb der verfügbaren Haushaltsmittel.

Als eines von vier Netzwerken in Sachsen arbeitet das Geriatrie-Netzwerk Ostsachsen seit sechs Jahren mit weit mehr als 200 Partnern aus dem gesamten Landkreis zusammen. Im Fokus steht die Vernetzung der Strukturen für Senioren und deren Angehörige in der Region.

In den zurückliegenden Jahren hat das Geriatrie-Netzwerk Ost-sachsen nicht nur verschiedenste Institutionen und Einrichtungen, die im weitesten Sinne mit der Versorgung älterer Menschen zu tun haben, miteinander vernetzt. Darüber hinaus wurden auch fehlende Strukturen aus- beziehungsweise aufgebaut, teilt die Klinikumssprecherin weiter mit. Regelmäßiger fachlicher Austausch und notwendige Versorgungs- und Beratungsangebote seien koordiniert und organisiert sowie die Bevölkerung für das Thema Demenz sensibilisiert worden, so Katja Pietsch. Viele Projekte und Veranstaltungen waren nur dank der Unterstützung durch die Netzwerkpartner möglich.

Auch personell gibt es Veränderungen im Geriatrie-Netzwerk. Seit Juli ist Jana Horcickova neue Netzwerkkoordinatorin im Team. Sie unterstützt Juliane Haymerle bei der Erarbeitung sowie Umsetzung der neuen Aufgabenschwerpunkte des Staatsministeriums.

"Ich bin davon überzeugt, dass durch die weitere Intensivierung der Netzwerkarbeit künftig eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung für betagte Patienten sichergestellt werden kann", sagt Stefan Zeller, Projektleiter und Direktor des Geriatriezentrums am Städtischen Klinikum.