Ab sofort kann der Neubau durchgängig genutzt werden. Nunmehr müssen sich die Radler nicht mehr die stark befahrene Staatsstraße mit Autos streitig machen. Sie sind künftig weitaus sicherer unterwegs.

Die neue Asphaltpiste wurde in zwei Bauabschnitten von der Strabag Weißwasser errichtet - der erste Teil im vorigen Jahr und mit einer Länge von 1,2 Kilometern. Der zweite Abschnitt ist rund 800 Meter. Der nunmehr freigegebene komplette Geh- und Radweg ist 2,50 Meter breit und entspricht damit den Anforderungen an einen zweispurigen Radweg, so das Landesamt für Straßenbau und Verkehr

(Lasuv). In Halbendorf grenzt er auf einer Länge von rund 135 Metern mit einer Breite von drei Metern direkt an die Fahrbahn und wird durch Hochborde begrenzt. Außerorts trennt ein 1,75 Meter breiter Grünstreifen Straße und Pedalpiste. Auf der anderen Seite schließt sich Wiese an.

Die Arbeiten sollten ursprünglich bis Mai 2015 beendet werden. Dank der stabilen Witterung konnten nun bereits vor dem Wintereinbruch alle Arbeiten abgeschlossen werden. Die Kosten betragen rund 160 000 Euro und werden zum Großteil vom Freistaat Sachsen getragen. Die Gemeinde Groß Düben beteiligt sich mit rund 48 000 Euro.

Bei aller Freude über den Radweg, um den Bürgermeister und Gemeinderat jahrelang gerungen haben, gibt es einen Kritikpunkt: Auf dem zweiten Abschnitt befindet sich in einer leichten Kurve eine Stelle, neben der die Böschung laut Bürgermeister Krautz 1,60 Meter in die Tiefe geht. Wer hier als Radler die Balance verliere, riskiere Kopf und Kragen. Doch seine Forderung, hier einen Geländerschutz anzubringen oder die Stelle zu markieren, wurde abgelehnt. Für Radfahrer sei auch ein Geländer ein massives Hindernis und kein Sicherheitsgewinn. Jeder Radler würde erkennen, dass an dieser Stelle eine gemäßigte und vorsichtige Fahrweise geboten ist. Darüber seien sich Straßenverkehrsbehörde im Landkreis Görlitz und das Lasuv einig, beantwortete dieses eine entsprechende RUNDSCHAU-Anfrage.