ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 21:09 Uhr

Neptunfest Tag 2
Neptuns Sonntag – ein Tag voller Überraschungen

 Neptunfest: Auch mit Dirk Noack, dem Chef von Garten Eden, gingen die Häscher nicht zimperlich um, wie dessen Mimik verrät.
Neptunfest: Auch mit Dirk Noack, dem Chef von Garten Eden, gingen die Häscher nicht zimperlich um, wie dessen Mimik verrät. FOTO: Gabi Nitsche
Halbendorf. Wochenlanges Training zahlt sich beim Schlauchboot-Wettkampf für die Halbendorfer aus. Neptuns Häscher leisten zudem wieder ganze Arbeit. Von Gabi Nitsche

Das war ein Sonntag wie aus dem Bilderbuch. Blauer Himmel, Sonnenschein, und die Halbendorfer erpaddeln sich beim Schlauchboot-Wettkampf der Feuerwehren den Sieg. Das hat es schon Jahre nicht mehr gegeben. „Keine Ahnung, wann wir das letzte Mal auf dem Treppchen oben standen“, meint Enrico Beesdo. Keiner in der Crew, zu der neben Beesdo noch David Peto, Sebastian Hanusch und René Laubsch sowie Nixe Leonie Beesdo gehören, konnte sich an das Jahr erinnern. Als klare Favoriten galten die Katzen aus Groß Düben. Sie hatten die Chance, den Pokal ein für alle Mal zu holen. Doch der Traum vom Triple platzte. Die Jungs mussten zusehen, wie die Halbendorfer kraftvoll die Distanz meisterten. Von nichts kommt nichts. „Wir haben seit Februar fast jeden Montagabend trainiert“, berichtet Sebastian Hanusch. Dessen Töchterchen Lea war dann auch mächtig stolz, strahlte übers ganze Gesicht, als sie ihrem Papa bei der Siegerehrung die Urkunde überreichen durfte. Elf männliche Besatzungen stellten sich dieses Jahr dem Wettstreit auf dem See. Eine Premiere erlebte das Rennen, war doch zum ersten Mal ein Team der Leag-Werksfeuerwehr am Start. Dabei sein ist alles. Da ist noch Luft nach oben, um in den nächsten Jahren vom elften auf einen besseren Platz vorzudringen. Die Neustädter durften sich über Silber freuen, und die Groß Dübener über den Bronze-Platz. Manuel Noack humorvoll: „Wir wollten Halbendorf nicht schädigen, dass sie einen neuen Pokal kaufen müssen. Und außerdem bleibt ja der Pokal sozusagen in einer Gemeinde.“ Den Sieg bei den Frauen heimste das Team vom Historikverein Schleife ein. Auf den Plätzen die Schleifer Löschbunnys und das Aqua-Team.

Für die nächste Überraschung sorgten die Dorfrocker. Samstagnacht hatten die drei Brüder mit ihrer Band das Festzelt zum Glühen gebracht. Sonntagnachmittag mischten sie sich unters Volk. Einen Kameramann hatten sie an ihrer Seite – es ging um Aufnahmen für das neue Musikvideo der Dorfrocker. Dorfkinder trafen auf Dorfkinder. Total bodenständig, nicht abgehoben und ohne Berührungsängste. Da wurde über Gott und die Welt, über das Leben und den Erfolg der Jungs aus dem Fränkischen gequasselt, Bierchen getrunken, sich ausgetauscht über das Schöne am Dorfleben. Der Ausflug von Markus, Tobi und Philipp beim Neptunfest endete in einer kurzweiligen gemütlichen und sangesfreudigen Runde mit Besuchern aus Trebendorf – darunter die frühere Bürgermeisterin Kerstin Antonius mit Ehemann Klaus und Freunden. „Total nette Jungs“, schwärmte die Trebendorferin später und meinte: „Wenn das Neptunfest und wir tatsächlich im Video auftauchen, das wäre ja spitzenmäßig!“

 Es geht los beim Schlauchbootrennen. Die Reihenfolge der Startplätze ist vorher beim Völkerball entschieden worden.
Es geht los beim Schlauchbootrennen. Die Reihenfolge der Startplätze ist vorher beim Völkerball entschieden worden. FOTO: Gabi Nitsche

Apropos auftauchen. Darin versteht sich der Meeresgott mit seinem Gefolge exzellent. Diesem hat Jörg Funda und Marcel Badendieck ebenfalls eine Überraschung zu verdanken. „Wir wollten gerade auf der anderen Seite des Sees bei Wake & Beach die Wakeboards startklar machen, als die Häscher uns übermannten und abschleppten“, so Funda. X-mal entleerten die Häscher Wassereimer zielgenau auf dessen Gesicht. Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – Neptun war nimmersatt. Auch Dirk Noack von Garten Eden, der binnen Sekunden den Platz am Grill mit dem am Pranger ungewollt eintauschen musste, war Mode. Da half alles Wehren nichts. Wassertrog, Hindernis-Parcours, noch mehr Wasser, Rasur und dem Chef auf allen Vieren entgegenkriechen und die glitschige Flosse küssen. Neptun und schon gar nicht dessen Häscher kannten Gnade.

 Die Dorfrocker in geselliger Rund mit Besuchern aus Trebendorf. Das Ganze wurde für ein Musikvideo gefilmt.
Die Dorfrocker in geselliger Rund mit Besuchern aus Trebendorf. Das Ganze wurde für ein Musikvideo gefilmt. FOTO: Gabi Nitsche

Den Zuschauern gefiel die feuchte Zeremonie, mit der die 33. Auflage des Neptunfestes zu Ende ging. „Erfolgreich“, schätzte Sebastian Bertko ein. „Selbst beim Unwetter Samstagnacht hatten wir Glück, nur einige Materialschäden. Unsere Elektriker hatten alles im Griff“, lobt dieser. Sein großes Dankeschön geht an alle vor und hinter den Kulissen, die seit Tagen kaum Schlaf hatten, von früh bis spät auf den Beinen waren und zupackten. „Ohne diesen Einsatz wäre so ein Fest nicht denkbar.“

 Die glücklichen Sieger – die Halbendorfer Crew mit Enrico Beesdo, Nixe Leonie, René Laubsch, David Peto, Sebastian hanusch (v.l.n.r.) und dessen Tochter Lea.  Fotos: G. Nitsche
Die glücklichen Sieger – die Halbendorfer Crew mit Enrico Beesdo, Nixe Leonie, René Laubsch, David Peto, Sebastian hanusch (v.l.n.r.) und dessen Tochter Lea. Fotos: G. Nitsche FOTO: Gabi Nitsche

www.lr-online.de/bilder