Hanna wäre schon mal ein Namensvorschlag aus den Reihen des Stadtchores Weißwasser für sein neues Tierpatenkind gewesen.

Doch das wird nicht funktionieren, muss Tierparkchef Gert Emmrich der kleinen Abordnung aus Sängerinnen eingestehen. Denn die beiden Uhu, die in ihrem Nest die Augen aufreißen, sind keine Mädchen, sondern Jungs. Beide sind vier Wochen alt und machen noch einen sehr flauschigen Eindruck.

Eugen war eine Eugenié

Ein Jungtier ist nun das Patentier des Stadtchors. Der bleibt damit der Tierart treu. 2011 hatten die Sängerinnen und Sänger Uhu Eugen ins Herz geschlossen. Doch der entpuppte sich als Eugenié, als er nämlich ziemlich überraschend Eier legte. Die Geschlechtsbestimmung war in dem Fall fehlerhaft gewesen. Der weibliche Eugen zog nach Weißenfels um.

Gert Emmrich ist froh über die 100 Euro vom Stadtchor. In den letzten Tagen haben insgesamt fünf Tierpaten der Einrichtung 600 Euro zukommen lassen. Insgesamt zählt der Tierpark 15 Patenschaften. „Weitere sind jederzeit willkommen“, so Emmrich.

Spender halten Tierpark über Wasser

In der Schließzeit haben die unterschiedlichsten Personen 13 000 Euro für die Einrichtung gespendet. Dass und die Nachfragen zur Wiedereröffnung zeigen Gert Emmrich deutlich, dass die Bevölkerung hinter der Anlage steht. „Die Infektionsgefahr ist hier zu 99,9 Prozent niedriger als in jedem Supermarkt“, so Emmrich.

Kerstin Jebas, Vorsitzende vom Stadtchor, findet es wichtig, dass sich die Vereine in Weißwasser gegenseitig unterstützen. Auftritte des Vereins bereichern immer wieder Tierparkfeste. Übrigens halten die Vereinsmitglieder auch ihrem zweiten Paten Ara Robbi die Treue.