Die Rietschener Kinolegende Helmut Fechner ist im Alter von 79 Jahren gestorben. „Wir als Rietschener sind ihm nach wie vor zu großen Dank verpflichtet“, erklärt Rietschens Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos), „weil er das Kino über viele Jahre auch durch schwierige Zeiten gebracht hat.“
Seit 1966 hat Helmut Fechner, der gelernter Florist gewesen war, im ältesten Gebäude der Gemeinde gewirkt. Schon durch seine Mutter, die einst bis ins hohe Alter an der Kinokasse gesessen hatte, hatte er eine Verbindung zum Kino in Rietschen aufgebaut.
Damals sind noch 35-Millimeter-Rollen für die Vorführungen genutzt worden. 1968 hatte Helmut Fechner seinen richtigen Berufsvertrag im Kino bekommen und 1971 darüber hinaus einen Lehrgang als Filmvorführer absolviert. Nach der Wende, 1991, hat er gemeinsam mit Ingolf Schulz das Kino weiter betrieben, es erhalten, wo andere Kinos in der Umgebung, etwa in Weißwasser oder Bad Muskau, nach und nach geschlossen wurden.
„Wir sind sehr traurig, das Helmut nicht mehr unter uns ist“, sagt Diana Mehmel vom Vorstand des Kino-Vereins. Für sie ist Helmut Fechner eine Institution in Rietschen gewesen. „Er wird uns fehlen“, sagt sie im Namen des Vereins.