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| 02:50 Uhr

Nachlass bei Ausgleichsbeträgen möglich

Die Straße des Friedens in Weißwasser liegt im Sanierungsgebiet II. Zur Gebäudesanierung können Eigentümer Fördergelder erhalten.
Die Straße des Friedens in Weißwasser liegt im Sanierungsgebiet II. Zur Gebäudesanierung können Eigentümer Fördergelder erhalten. FOTO: ckx
Weißwasser. In Weißwasser soll das Sanierungsgebiet, welches von der Bahnlinie über die Straße des Friedens und das Areal der Alten Ziegelei (Allbau) bis zum Markt reicht, bis 2019 aufgelöst werden. Der Weißwasseraner Stadtrat hat nun beschlossen, einen Nachlass von bis zu 20 Prozent bei den Ausgleichsbeträgen zu gewähren. Christian Köhler

Der Gesetzgeber sieht nämlich vor, diese Beträge von Grundstückseigentümern einzufordern, wenn sie Fördermittel zur Aufwertung von Gebäuden genutzt haben. Da in der Regel der Wert eines Grundstücks im Sanierungsgebiet durch die Aufwertungsmaßnahmen gesteigert wird, erhebt die Stadt einen Ausgleichsbeitrag, der sich aus der Differenz des aktuellen Grundstückswertes zu jenem Wert, wie er ohne die Stadtsanierung wäre, berechnet. Die Stadträte haben nun dafür einen Nachlass von bis zu 20 Prozent einstimmig ermöglicht. Wie Bauamtschef Thomas Böse erklärt, soll es für die betroffenen Eigentümer eine Infoveranstaltung geben.

Das Sanierungsgebiet ist etwa 23 Hektar groß. Wie Bernd Große vom Planungsbüro Steg gegenüber der RUNDSCHAU erklärt, seien bislang etwa 7,9 Millionen Euro Fördergelder in das Gebiet geflossen. Es umfasst ferner das Gebiet Allbau/Ziegelei, wo mittelfristig ein neues Wohngebiet entstehen soll. Die größten öffentlichen Projekte, neben den Straßensanierungen, waren hier die Sanierung der Stadtbibliothek und der evangelischen Kirche.

Weißwasser verfügt insgesamt über drei Sanierungsgebiete.