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| 09:27 Uhr

Naturschutzstation macht weiter
Nach Wolfsattacke wird Herde aufgebaut

 Zwei Wochen lang werden die Heidschnucken, die die Naturschutzstation gekauft hat, von Schäferin Meike Biskop (r.) und Schäferlehrling Vladislav Bosert (l) erst einmal aufmerksam gepflegt.
Zwei Wochen lang werden die Heidschnucken, die die Naturschutzstation gekauft hat, von Schäferin Meike Biskop (r.) und Schäferlehrling Vladislav Bosert (l) erst einmal aufmerksam gepflegt. FOTO: Bernhard Donke
Neue Heidschnucken für die Landschaftspflege im Biosphärenreservat gekauft. Von Bernhard Donke

Nach dem verheerenden Angriff von Wölfen im Oktober auf die Schafherde der Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“, bei dem 72 Tiere gerissen wurden, bauen die Bauern die Herde nun wieder auf. Der Verlust der Schafe, die zur ökologischen Landschaftspflege im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft unverzichtbar sind, war groß. „Zumal darunter auch noch viele tragende Muttertiere waren, deren Nachwuchs für die Haltung der Moorschnucken-Herde und auch für den Verkauf an Schafhalter dringend benötigt wurden. Tierspenden von Privatpersonen helfen.

„Ja, wir waren erstaunt über die Welle der Hilfsbereitschaft. Ein Teil des Verlustes ist durch Nutztierhalter gedeckt worden, die Schafe  gespendet haben“, sagt Meike Biskop die Leiterin der Schäferei der Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“. Doch die Naturschutzstation muss zusätzlich Schafe ankaufen. „Wir brauchen eine entsprechende Anzahl an Tieren“, sagt Annett Hertweck.

Nun sind von Schäfermeister Fritz Weber aus Eilsleben 35 Schafe der Rasse „Weiße Hornlose Heidschnucken“ zugekauft worden. Die Tiere haben Schäferlehrling Vladislaw Bosert und Schäferin Meike Biskop in Empfang genommen. Sie sind getrennt von den anderen Schafen der Naturschutzstation in einem separaten Stall untergebracht und werden nun zwei Wochen lang in Quarantäne eingewöhnt, ehe sie in die neu aufzubauende Schafherde integriert werden können.