Die Erneuerung der Fuchsienbrücke im Fürst-Pückler-Park Bad Muskau ist abgeschlossen. Nach zweieinhalb Monaten der Sanierung wurde die nunmehr wieder leuchtend königsblaue Brücke aus Gusseisen und Stahl per Lastenkran auf ihr Lager im Blauen Garten gesetzt und anschließend verschraubt.

Stützende Bauteile der Fuchsienbrücke waren fast vollständig verrostet

Starke Zersetzungserscheinungen an der Bauwerksunterseite hatten eine umfassende Sanierung unumgänglich gemacht: Stützende Bauteile waren fast vollständig verrostet, Gehwegplatten gerissen. Das ganze Schadensausmaß hatte sich erst nach der Entfernung von Rost und losen Bestandteilen offenbart. Das teilt Sophie Geisler, Pressesprecherin der Fürst-Pückler-Stiftung mit.

Die Sanierungsarbeiten, die überwiegend in den Werkhallen der Firma Kreisel GmbH, Krauschwitz, erfolgten, umfassten die Neubeschichtung sämtlicher Stahlteile und Lager mit einer hochwertigen Beschichtung. Diese soll den unvermeidlichen Korrosionsprozess an der Brücke in Schach halten. Außerdem wurden im Bereich der Auflagerunterkonstruktion schräge Bleche aufgeschweißt, um anströmendes Wasser abzuleiten und die Korrosion hervorrufende Staunässe an diesen Punkten zu verhindern. Für voraussichtlich 25 Jahre wird keine neuerliche Sanierung nötig sein, so Uli Schönherr, Geschäftsführer der Dresdner 2i² Ingenieurgesellschaft Dr. Hennig & Partner PartG mbB.

Die Verbindung zwischen dem Neuen Schloss und dem Herrengarten ist nun mit der Remontage der Fuchsienbrücke über die Hermannsneiße im Blauen Garten wieder gegeben.

Die Brückensanierung im Bad Muskauer Park geht weiter

Doch damit ist das Brückenprogramm im Muskauer Park nicht abgeschlossen: Anfang Mai wird die Sanierung fortgesetzt. Dann beginnen zunächst die Arbeiten an der Rehderbrücke im Herrengarten. Hier erfolgt eine vollständige Rekonstruktion des Bauwerks nach historischem Vorbild. Ein interessantes Detail wird dabei das gedrechselte Geländer sein. Die in Eichenholz rekonstruierte Brücke erhält außerdem neue Fundamente.

Im Juni folgen die Reparatur und Rekonstruktion der Roten Brücke im Bergpark. Eine Erneuerung und Erweiterung erfährt die Stützmauer am Hang, die Balustrade wird nach Originalbefund und nach historischen Bildern aus palmettenförmigen Ziegelsteinen neu errichtet und erhält eine neue Abdeckung aus Sandstein.

Im August sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, teilt die Stiftung mit.