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| 14:36 Uhr

Rechtsmediziner obduzieren Opfer
Nach Tötungsdelikt in Weißwasser Haftbefehl erlassen

Bei der Polizei sprach der Tatverdächtige ausführlich über die Attacke.
Bei der Polizei sprach der Tatverdächtige ausführlich über die Attacke. FOTO: Frank Hilbert
Görlitz/Weißwasser. Nach dem gewaltsamen Tod eines 38-jährigen Mannes in der Nacht zu Donnerstag in Weißwasser, hat ein Haftrichter am Amtsgericht Görlitz am Freitagmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz Haftbefehl gegen den 25-jährigen Tatverdächtigen erlassen.

Wie die Polizeidirektion Görlitz weiter mitteilt, werfen die Ermittler der Mordkommission dem Mann vor, das 38-jährige Opfer in dessen Wohnung unter Einsatz massivster Gewalt getötet zu haben.

Eine Streife des Reviers Weißwasser hatte den Tatverdächtigen kurz nach der Tat an der Lutherstraße vorläufig festgenommen. Er hatte zuvor im Stadtgebiet mit einem Messer die Reifen von mindestens 14 parkenden Fahrzeugen zerstochen, wie eine zeugin beobachtete und die Polizei alarmierte. In einer ersten Befragung zu den Sachbeschädigungen hatte der Beschuldigte angegeben, einen Bekannten umgebracht zu haben. In der genannten Wohnung fanden Beamte des örtlichen Reviers den 38-jährigen Mieter leblos vor.

Wie die Polizei weiter berichtete ließ sich der dringend Tatverdächtige in seiner Vernehmung am Donnerstag umfangreich zu den Handlungen ein. Seine Schilderungen seien plausibel gewesen und hätten sich mit den am Tatort vorgefundenen Spuren und den Befunden der Rechtsmedizin gedeckt. Kriminaltechniker, die Tatortgruppe der Görlitzer Kriminalpolizeiinspektion und Experten des Landeskriminalamtes Sachsen hätten in der Wohnung des Getöteten umfangreiches Spurenmaterial gesichert.

Die Obduktion des Leichnams habe bis in die Morgenstunden des Freitags angedauert, heißt es in der Mitteilung der Polizeidirektion Görlitz weiter. Nach dem vorläufigen Untersuchungs-ergebnis ist der 38-Jährige an einem Polytrauma gestorben. So soll der Tatverdächtige sein Opfer mit einem Hammer am Kopf sowie mit einem Messer am Hals und im Oberkörperbereich derart schwer verletzt haben, dass bereits jede einzelne dieser Handlungen zum Tod geführt hätte.

(red/uf)