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Nach Pausenrückstand mächtig aufgedreht

bad muskau.. Mit dem Spremberger SV hatten die Parkstädter zum ersten Testspiel im heimischen Stadion am Lindenhof diesmal den vorjährigen Tabellenzehnten der brandenburgischen Landesklasse Süd zu Gast. (hz)


Gut 100 Zuschauer sahen ein unterhaltsames und gutklassiges Spiel mit insgesamt sechs Toren. Am Ende hatten die Rot-Weißen nicht unverdient mit 4:2 die Nase vorn. Vor allem im zweiten Spielabschnitt steigerten sich die Gastgeber doch erheblich und bogen einen 0:2-Pausenrückstand noch beeindruckend um.

Vorerst Müdigkeit
In der ersten Halbzeit merkte man den Rot-Weißen noch die Müdigkeit des intensiven Donnerstrainings und die zwei zusätzlichen Einheiten am Freitag vor dem Spiel an. Die Spremberger stellten sich als ein kompaktes Team vor, das sich im Hinblick auf die kommende Serie doch erheblich verstärkt hat.
So nahm der neue ehemalige Groß-Gaglower Trainer Christian Knecht die Zügel fest in der Hand. Ein 3:3 gegen Laubsdorf und ein 2:0 Sieg gegen Cottbus Ost in Testspielen gegen höcherklassige Gegner unterstreichen die Spremberger Ambitionen für die neue Serie.

Spremberger Verstärkungen
Mit Martin Kubsch und Karsten Lewa konnten außerdem zwei namhafte Spieler vom FC Lausitz Hoyerswerda verpflichtet werden. Neuzugang Kubsch machte auch gleich auf sich aufmerksam und schoss die Gäste in der 20. Minute mit 1:0 in Front. Zehn Minuten später legten die Spremberger nach und markierten durch Kai Noack gar das 2:0. Glück für Rot-Weiß, dass erneut Martin Kubsch in der 36. Minute nur den Pfosten traf. Eine Minute später hatten die Gastgeber durch Steven Matejkowski die erste nennenswerte Chance. Der Muskauer Stürmer konnte aber die gute Vorarbeit von Matthias Mlinsk nicht veredeln. Noch hatten die Rot-Weißen Blei an den Füßen, doch im zweiten Spielabschnitt sollte sich das schlagartig ändern. Außerdem kam mit Roberto Werner (verspätete Anreise durch seinen Bundeswehrdienst) in Halbzeit zwei ein Akteur zum Einsatz, der den Muskauer Aktionen die entscheidenen Impulse gab. De r schnelle 1:2-Anschlusstreffer in der 46. Minute durch Steven Matejkowski setzte neue Kräfte frei. Die Parkstädter stürmten jetzt wie entfesselt nach vorn. So ließ der 2:2-Ausgleich in der 54. Minute nicht lange auf sich warten. Lukasz Machinka bedankte sich bei Steven Matejkowski für die uneigennützige Vorarbeit und netzte - am langen Pfosten stehend - zum Ausgleich ein.

Knallbonbon
Vier Minuten später gab es Beifall von den zahlreichen Muskauer Fans für ein Knallbonbon vom neu verpflichteten Spieler aus Poznan. Damit lagen die Gastgeber mit 3:2 vorn, doch der Torhunger war noch nicht gestillt. Schließlich war es eine sehenswerte Doublette zwischen Lukasz Machinka und Mariusz Maciejewski, die in der 68. Minute zum 4:2 führte. Der erfolgreichste Muskauer Torjäger aus der vergangenen Serie (26 Treffer) krönte damit die erhebliche Steigerung der Gastgeber nach der Pause. Die Spremberger gaben aber nicht auf und hatten durchaus noch ihre Chancen. Zweimal reagierte der inszwischen eingewechselte Muskauer Keeper Daniel Heinrich prächtig und verhinderte eventuelle Gästetore.

Beifall für Gaebel
Als kurz vor Spielende der Ex-Grün-Weiße A-Junior Christian Gaebel ausgewechselt wurde, gab es noch eine bemerkenswerte Szene. Vom sachkundigen Muskauer Publikum wurde der Youngster mit viel Beifall verabschiedet, hatte er sich total verausgabt und eine für die Zukunft vielversprechende Leistung abgeliefert. Er wird weitere Einsatzchancen von Trainer Hartmut Schulz erhalten. Mit Daniel Zedler ist ein weiterer Neuer im Aufgebot der Rot-Weißen. Der Ex-KSV-90-Weiwasseraner ist aber zur Zeit verletzt. Ein weiteres Härteprogramm wartet auf die Parkstädter in dieser Woche. Morgen um 18.30 Uhr gilt es gegen Landesligist SV Döbern zu bestehen, am Freitag ist der brandenburgische Landesklassenvertreter SC Spremberg um 18 Uhr zu Gast.