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| 13:44 Uhr

Feuerwehreinsatz
Junge Frau mit Kindern verliert ihr Zuhause

Wo mal eine Dach gewesen ist, finden sich nur noch verkohlte Dachsparren.
Wo mal eine Dach gewesen ist, finden sich nur noch verkohlte Dachsparren. FOTO: Regina Weiß
Mulkwitz. Feuerwehren aus dem Kirchspiel Schleife und aus Weißwasser sind bei einem Großbrand in Mulkwitz in der Nacht zu Samstag im Einsatz.

Samstag um 2 Uhr war für über 50 Feuerwehrkameraden aus Mulkwitz, Rohne, Schleife, Trebendorf, Groß Düben und Weißwasser die Nacht vorbei. Der Brand eines Hauses in Mulkwitz an der Neustädter Straße erforderte ihren Einsatz. Auch Rettungsdienst und Polizei eilten zum Einsatzort, der zwischenzeitlich als Großbrand eingestuft worden war.

„Als wir ankamen, stand der Dachstuhl im Vollbrand“, schildert der Mulkwitzer Wehrleiter Markus Rieger. .„Von hinten sind Atemschutzgeräteträger kurz rein. Sie haben den Hund, der sich verkrochen hatte, gerettet“, so Andreas Pudel, Leiter der Rohner Wehr und Einsatzleiter in der Nacht. Wasser wurde aus dem Hydranten an der Straße sowie dem Breiten Graben herangeführt. Ein Übergreifen auf die Scheune, in der übrigens jede Menge Holz lagerte, und ein auf dem Hof stehendes zweites Wohnhaus konnte verhindert werden.

Samstag um 11 Uhr war vorgesehen, den Ort des Geschehens noch einmal zu kontrollieren. Doch die Mulkwitzer waren eher gefordert. Im Dachstuhl qualmte es wieder. Eine Restablöschung erfolgte und wieder wurde die Drehleiter der Feuerwehr Weißwasser verständigt, um sich das ganze Dilemma noch mal von oben anzuschauen. Das war übrigens auch für den Brandursachenermittler der Polizeidirektion Görlitz die einzige Chance, sich dem Haus zu nähern und Fotos zu machen. Auch er durfte das Haus nicht betreten.

„Es ist nicht bewohnbar“, so Markus Rieger. Damit verlieren eine 31-jährige Frau und ihre neun- und siebenjährigen Kinder ihr Zuhause. Sie waren glücklicherweise in der Brandnacht nicht zu Hause. „Ein Alptraum“, schildert die Großmutter der Kinder Samstag fassungslos mit Blick auf die verkohlten Dach­sparren. Dort waren die Kinderzimmer gewesen.

Erst im vergangenen Jahr hatte die Familie wegen eines Wasserschadens lange Zeit nicht in ihrem Miethaus wohnen können. „Sie waren so froh gewesen, endlich wieder zurück zu sein. Ich darf gar nicht an die Kinder denken“, so die Oma.

Die S 130 war während des Einsatzes mehrere Stunden lang gesperrt.

„Die letzten zwei Nächte waren wirklich sehr kurz“, so Rohnes Wehrleiter Andreas Pudel weiter. Die Nacht von Donnerstag zu Freitag hatten die Kameraden nämlich damit zugebracht, die vielen Hinterlassenschaften des Orkans Friederike zu beräumen.

Auch der Brandursachenermittler darf das Haus nicht betreten. Es ist derzeit nicht bewohnbar.
Auch der Brandursachenermittler darf das Haus nicht betreten. Es ist derzeit nicht bewohnbar. FOTO: Regina Weiß
(rw)