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Nach dem Holzeinschlag erfolgt Wegesanierung

„Die Wege werden im Frühjahr wieder in Ordnung gebracht“ , erklärte Sebastian Freiherr von Rotenhan gestern der RUNDSCHAU. Nach der Kritik der Gablenzer an der Holzgewinnung in seinen Wäldern hatte er zu einem Vor-Ort-Termin gebeten. Von Regina Weiß

„Ich verstehe diese Aufregung durchaus“ , so Sebastian Freiherr von Rotenhan gestern gegenüber der RUNDSCHAU. Bei einem Vor-Ort-Termin, zu dem er die Heimatzeitung einlud, nahm er Stellung zu den Vorwürfen der Gablenzer. Diese hatten die Art und Weise der Holzgewinnung in den Wäldern rings um Gablenz, bei denen die Wege arg in Mitleidenschaft gezogen wurden, stark kritisiert. Lothar Karger, Bürgermeister von Gablenz, sprach von „Holzgewinnung auf Teufel komm raus“ (die RUNDSCHAU berichtete).
„Ja, es ist so, auf den Wegen kann im Moment keiner spazieren gehen“ , so Freiherr von Rotenhan. „Doch das Holz, was wir einschlagen, muss ja auch transportiert werden. Und wir können das Holz nicht mit dem Hubschrauber aus dem Wald holen, sondern mit den Lkws, und wenn diese voll beladen sind, dann wiegen sie rund 40 Tonnen“ , erklärt der Freiherr. Leider spiele das Wetter nicht mit, muss er schmunzeln. „Wenn wir einen richtigen Winter hätten und der Boden wäre durchgefroren, dann hätten wir diese Wegeprobleme nämlich nicht. Doch bei den sandigen Böden der Lausitz braucht es nicht viel und der Weg ist ausgefahren.“ Noch einmal unterstreicht Rotenhan, dass die Wege, wenn der Holzeinschlag erledigt sei, in Ordnung gebracht werden. „Doch das dauert noch gut zwei, drei Monate, bis wir hier fertig sind.“
Vor gut einem Jahr hat er den Wald zwischen Weißwasser, Gablenz und Kromlau von der Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG) gekauft. „Da jahrelang der Verkauf geplant war, aber noch nicht feststand, an wen verkauft wird, ist auch hier kein Holz geschlagen worden, es gab einen Bewirtschaftungsstopp. Gut 15 Jahre ist hier nichts passiert“ , erklärt der Freiherr. Um so massiver müsse nun den Bürgern erscheinen, wie die Holzgewinnung vonstatten gehe. „Der Holzpreis ist gut, deshalb schlagen wir jetzt ein. Das hier ist eine Holzfabrik, die man nicht per Knopfdruck abstellen kann. Im Jahr wächst pro Hektar rund sechs Festmeter Holz und das muss abgerntet werden. Unser Holz wird nach Baruth, Kodersdorf und Lampertswalde geliefert“ , erfährt die RUNDSCHAU.
Von Kahlschlag könne laut Freiherrn von Rotenhan und seinem Förster Frank Hartig überhaupt keine Rede sein. „Sehen Sie sich den Wald hier an, die Bäume stehen viel zu dicht. Licht kann nicht durchkommen, der Boden ist tot“ , zeigen sie auf ein Stück, wo viele Bäume mit einem roten Punkt versehen sind. Diese werden in den nächsten Tagen herausgesägt. „Dann hat der Wald Platz zum Atmen, kann wachsen. Und von unten kann die nächste Generation an Bäumen nachkommen. Das ist naturnahe Waldbewirtschaftung und genau das wollen wir“ , so von Rotenhan. Wie ein solcher Wald aussehen kann, davon können sich Interessierte in Reuthen überzeugen. „Auch dort war vor Jahren die Aufregung groß, als wir das erste Mal Holz im Wald geschlagen haben“ , erinnert er sich.

Zum Thema Vertrag mit Anglern
 Ein gewisser Teil der Flächen, die Freiherr von Rotenhan erworben hat, sind Seen und Tümpel. „Es sind rund 80 Hektar“ , erklärte er. Einige davon nutzten die Angler aus Gablenz . Und sie werden es auch weiterhin können. „Denn in den zurückliegenden Tagen habe ich mit den Anglern einen Vertrag geschlossen, so dass sie an den dafür vorgesehenen Teichen ihrem Hobby frönen können“ , so Sebastian Freiherr von Rotenhan gegenüber der RUNDSCHAU.