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Nach dem Fest ist vor der Filmpremiere

Bad Muskau. Der Verein Musknica ist sehr zufrieden mit seinem ersten Straßenfest auf dem Gehalm in Bad Muskau. Das teilt Vorstand Christian Schneider-Laris der RUNDSCHAU mit. pm/rw

"Wir haben mit 100 bis 150 Gästen gerechnet. Wir schätzen, dass bis zu 200 Personen am Sonntag zum Spielplatz auf den Gehalm gekommen sind. Viele davon waren von Anfang bis Ende dabei und haben teilweise schon vor Beginn der Veranstaltung mit großer Erwartung auf die Attraktionen geschaut." So zeigte sich der Gehalm als bunter Platz voll mit Kindern, die sich in Polnisch, Deutsch und auch teilweise in Türkisch verständigen, nach Seifenblasen greifen, beim Kinderschminken Schlange stehen oder sich im Büchsenwerfen ausprobieren. Der Anteil von Kindern und Familien aus der direkten Nachbarschaft war besonders hoch, also genau die Zielgruppe, die der Verein ansprechen wollte.

Von mehreren Besuchern kamen sehr positive Signale, dass es richtig und wichtig sei, sich des Gehalms anzunehmen, so vom stellvertretenden Bürgermeister Christian Klenner und vom Bürgermeister der Stadt Leknica Piotr Kuliniak. Der Ruf des Platzes und seiner Anwohner sei durchwachsen, das Potenzial sei wenig genutzt. Bedarf an Angeboten für die vielen Familien bestehe. Daher will der Verein gern eine Fortsetzung des Festes planen und interessierte Personen einladen, sich zu beteiligen. "Erste Ideen werden schon geschmiedet."

Am heutigen Freitag steht für den Verein der nächste Höhepunkt an. Nach einjähriger Arbeit wird der Film "Unvergessene Geschichte" über bewegende Erlebnisse von Polen und Deutschen in Trzebiel (Triebel) um 17.30 Uhr im Kulturhaus des Ortes im neu renovierten Saal des Kulturhauses erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Vor einem Jahr wurde die Ausstellung "Trzebiel (Triebel) - gestern und heute" eröffnet. Sie gab den Anstoß weiterzumachen und einen Film zu erstellen, in dem die Zeitzeugen zu Wort kommen. Eine öffentliche Präsentation in Bad Muskau ist in Planung. "Wir suchen dazu einen geeigneten Rahmen", so Christoph Schneider-Laris.