Seit dem 31. März 2020 ist die Bahnbrücke in Weißwasser wieder für den beidseitigen Verkehr freigegeben. Am Vormittag haben Mitarbeiter der Straßenmeisterei des Landkreises Görlitz die Hinweisschilder für die Einbahnstraßenregelung demontiert und die Betonblöcke gesetzt.

Diese, so erläutert Wulf Stibenz von der Stadtverwaltung, dienten der Fahrbahneinengung. Das sei eine der Auflagen des Gutachtens, das im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) erstellt worden war. Weil auf der Seite, wo sich nun die Blöcke befinden, die Unterkonstruktion der Brücke beschädigt worden ist, soll der Verkehr so weit wie möglich davon entfernt fließen. Damit bleiben für den künftigen Begegnungsverkehr noch 7,20 Meter Brückenbreite, „was ausreichend ist“, so Stibenz.

Militärzug zum US-Manöver „Defender 2020“ schrammt Brücke

Laut dem erstellten Gutachten im Zuge des Unfalls mit einem Transportzug im Rahmen der US-Großübung „Defender 2020 Europa“ ist es am 7. März zur Beschädigung der Brücke gekommen. Ein Bauteil eines Kettenfahrzeugs hat dabei einige Pfeiler beschädigt. Im Ergebnis steht, „dass ein Ersatzneubau nötig ist“, so Stibenz.

Noch allerdings ist unklar, wie lange der Planungszeitraum und die Kalkulation der Kosten dauern werden. Darüber hinaus müsse auch die Elektrifizierung der Bahnlinie Cottbus – Görlitz berücksichtigt werden. Zudem sollen die Fuß- und Radwege verbreitert werden – eine Forderung, die die Stadt früher schon einmal formuliert hatte.