ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:16 Uhr

Görlitz
Mutmaßlicher Görlitzer Serienräuber ist jetzt in Haft

Görlitz. Anzahl der Taten des 33-Jährigen steht noch nicht genau fest.

Wegen Raubes und schweren Raubes in jeweils zwei Fällen sowie Raub mit Todesfolge hat das Amtsgericht Görlitz auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Samstagnachmittag Haftbefehl gegen einen 33-Jährigen erlassen. Er war am Freitag nach einem Raubüberfall auf der Flucht in Plotzen gestellt und vorläufig festgenommen worden (die Rundschau berichtete).

Die Ermittler des Dezernates für Eigentumskriminalität der Görlitzer Kriminalpolizei-Inspektion werfen dem Görlitzer vor, an mehreren Orten in der Region Senioren beraubt zu haben. Zur Motivlage des Mannes liegen derzeit noch keine belastbaren Informationen vor, informieren Staatsanwaltschaft und Polizei.

Bei der Ergreifung fanden Polizisten in seinem Fluchtfahrzeug einen Elektroschocker und sogar eine Schreckschusspistole. Gegen einzelne Opfer hatte der aus Polen stammende Tatverdächtige Reizgas eingesetzt. In einem Fall soll er in Görlitz eine 90-jährige Rentnerin beraubt und den Tod der Frau zu verantworten haben. Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellten Polizisten Freitag zahlreiche Beweismittel sicher.

Wie viele Taten dem Mann zur Last gelegt werden können, sei derzeit noch nicht vollumfänglich aufgearbeitet. Hierzu laufen die Ermittlungen der Kriminalpolizei auf Hochtouren. Sie untersucht mit den gewonnen Spuren und Informationen des Täters eine Vielzahl von Raubüberfällen zum Nachteil Älterer, die der Polizei in den Kreisen Bautzen und Görlitz bekannt wurden.

Der 33-jährige Tatverdächtige, der sich überwiegend geständig zeigte, wie es heißt, bestritt jedoch, mit dem Tod der 90-Jährigen zu tun zu haben.

Er wurde am Samstagnachmittag in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Im Falle einer Verurteilung droht dem Mann langjähriger Freiheitsentzug. Raub mit Todesfolge wird mit Freiheitsstrafe ab zehn Jahren oder lebenslanger Freiheitsstrafe geahndet. red/br