ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:40 Uhr

Neujahrsempfang
Musikalischer Start ins neue Jahr

Schwungvoll geht Bad Muskau ins neue Jahr. Zum sechsten Mal hat das Neujahrskonzert im Muskauer Schloss stattgefunden.
Schwungvoll geht Bad Muskau ins neue Jahr. Zum sechsten Mal hat das Neujahrskonzert im Muskauer Schloss stattgefunden. FOTO: Regina Weiß
Bad Muskau. Das Bad Muskauer Neujahrskonzert 2018 wird dem verstorbenen Stadtrat Michael Lang gewidmet. Von Regina Weiß

Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) ist ergriffen. Noch bevor er sein Grußwort an die über 200 Gäste des Neujahrskonzertes 2018 im Neuen Schloss Bad Muskau richtet, muss er eine traurige Nachricht verkünden. Stadtrat Michael Lang ist bei einem Tauchunfall ums Leben gekommen. In Absprache mit beiden Chören, denen sich Lang immer sehr verbunden fühlte, wird das Konzert dem verstorbenen Stadtrat gewidmet. Es beginnt mit dem Muskauer Heimatlied.

Zum sechsten Mal laden die Stiftung Fürst-Pückler-Park, die Stadt Bad Muskau sowie der Gemischte Volkschor Eintracht Bad Muskau und der Männergesangverein 1845 zum gemeinsamen Neujahrskonzert in den Festsaal ein. Als Verstärkung haben sie sich das deutsch-polnische Soravia-Quartett mit Dozenten der staatlichen Musikschule Zary und der Musikschule Dreiländereck, Regionalstelle Weißwasser, sowie Schüler der Musikschule eingeladen. Gemeinsam gestalten die Musiker einen abwechslungsreichen Nachmittag, der vom Volkslied über die Polka zum Shanty und bis hin zu bekannten Musikstücken aus Opern reicht. So erklingt zum Beispiel der Gefangenen-Chor aus Nabucco.

Wenn es nach dem Volkschor geht, dann dürfte bei den Gästen, zu denen der CDU-Landtagsabgeordnete Lothar Bienst, der Krauschwitzer Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) sowie der polnische Partnerbürgermeister Piotr Kuliniak gehören, in diesem Jahr nichts mehr fehlschlagen. Erwartet doch alle „das Jahr Deiner Träume, da wünsche ich Dir“, klingt es durch den Saal.

Harmonie und Miteinander innerhalb und außerhalb der Familie, Kraft und die Fähigkeit, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen sowie das berühmte Quäntchen Glück wünscht Andres Bänder den Gästen. „Trotz der Probleme haben wir im vergangenen Jahr nicht aus den Augen verloren, die Stadt und den Pückler-Park touristisch weiter zu entwickeln.“ Bänder kann auf der Habenseite den Grenz- heute Hermannsplatz, die Sanierung des Rathauses, die Fortführung des Gehwegbaus an der Berliner Chaussee, die Umgestaltung des Maßmannplatzes und die Sanierung des Sporthallenbodens verbuchen. Mit der Schaffung einer neuen Touristinformation, den Investitionen im Badepark sowie der Sanierung des Viadukts in Leknica beschreite man den Weg weiter, den touristischen Anforderungen noch besser gerecht zu werden. Gemeinsam mit den Nachbarn Krauschwitz und Leknica wolle man sich im neuen Jahr auf den Weg machen. Wobei Bänder beim Thema Gemeindeehe mit Krauschwitz unterstrich, Gemeinde, Stadträte und Bürger mit einzubeziehen.

Auch auf der polnischen Seite werde sich einiges weiter entwickeln, kündigte Kuliniak in seiner Rede an. Wobei entsprechende Investitionen von Mitteln der Europäischen Union abhängig seien. Dort sei man mit zwei Projekten im Rennen, bei denen die Parkstadt auch Partner ist. Gute Chancen, so Kuliniak räume man der Anschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge ein. Ein anderes Projekt betrifft unter anderem die Schulen in beiden Städten. Kinder sollen die Sprache des jeweils anderen lernen, so Kuliniak. Wege werden in Leknica saniert, die alte Tischlerei soll ein Informationszentrum für den Geopark Muskauer Faltenbogen werden und auch der Radweg zur Grube Babina soll aufgewertet werden.

Und dann soll , wie es sich für gute Nachbarn gehört, auch gemeinsam gefeiert werden. Das Hortensienfest, was 2017 Premiere in Leknica hatte, soll 2018 eine Fortsetzung in Bad Muskau finden. Es ist für den August geplant.

Björn Sobota und Rainer Wetzorke (r.) überzeugten nicht nur als Dirigenten der Chöre, sondern auch mit ihrer gemeinsamen Gesangseinlage.
Björn Sobota und Rainer Wetzorke (r.) überzeugten nicht nur als Dirigenten der Chöre, sondern auch mit ihrer gemeinsamen Gesangseinlage. FOTO: Regina Weiß