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Musik, Roboter, eine neue Hüpfburg und wilde Tiere

Immer wieder gern gehörte Stücke präsentiert "Das fröhliche Harmonika-Orchester" aus Krauschwitz.
Immer wieder gern gehörte Stücke präsentiert "Das fröhliche Harmonika-Orchester" aus Krauschwitz. FOTO: amz1
Weißwasser. Auf großen Anklang ist der Tag der offenen Tür bei der "Station junger Naturforscher und Techniker" in Weißwasser gestoßen. Hunderte Gäste, darunter sehr viele Kinder und Jugendliche, informierten sich über die vielfältigen Angebote der Einrichtung und ihrer Partner. amz1

Einen Hingucker bilden die Roboter, die mittels Joystick über das Gelände fahren. Solche sollen demnächst selbst zusammengebaut werden, kündigt Randolf Rotta von der "Station" an. Der junge Informatiker, der an der BTU Cottbus-Senftenberg tätig ist, gehört zu den Organisatoren eines deutsch-tunesischen Jugendcamps, das Mitte Juli in Weißwasser stattfindet. "Wir bauen fast alle Roboterteile via Handarbeit zusammen. Der Umgang mit handwerklichem Werkzeug steht dabei genauso im Fokus wie das Programmieren", erklärt Rotta. Die öffentliche Präsentation sei am 15.J Juli im Energie-Klassenzimmer an der Straße der Glasmacher geplant.

Erstmals beim Tag der offenen Tür mit von der Partie sind Gäste aus Sorau. Sie weihen die Kinder spielerisch in die polnische Sprache ein und backen leckere Piroggen. Ebenfalls nagelneu ist laut Bernd Frommelt, dem Leiter der "Station junger Naturforscher und Techniker", die Hüpfburg. "Wir haben das Exemplar erst vor wenigen Tagen von der Sparkasse in Empfang genommen.

Silvana Paulik vom Spielmobil Weißwasser und dem Generationstreff "Spinnnetz" ist ebenfalls bei der Veranstaltung der Station dabei. Das vorwiegend jüngere Publikum kann sich an selbst hergestellten Großspielen ausprobieren. Dazu gehören unter anderem eine Hockeyplatte, Riesenbausteine sowie ein Hütchenspiel. Nicht zuletzt sorgen sogenannte "Kullerkegel" für Furore. Einfach hineinsetzen und sich treiben lassen, lautet die Devise.

Wissen zur heimischen Tierwelt wird am Stand der "Lernwerkstatt Natur" vermittelt. Die Institution befindet sich eigentlich im Tierpark, ist aber unter dem Dach der "Station" angesiedelt. Zahlreiche Tierpräparate verdeutlichen, wer alles in Lausitzer Wäldern und Feldern so lebt. Die Kinder bestimmen unter anderem, zu wem welches Fell gehört und welche Tiere Geweihe tragen. Für das kommende Schuljahr wird in der "Lernwerkstatt Natur" ein neues Projekt vorbereitet, wie Sprecherin Margrit Müller ankündigt: "Dabei geht es um das Leben in Wald und Wiese."

Auf dem angrenzenden Gelände der Stadtwerke Weißwasser können Kinder und Jugendliche mit kleinen buggy-ähnlichen Fahrzeugen ihre Runden drehen. Nicht zuletzt sind am "Stationsteich" die Schiffsmodellsportler mit ihren beeindruckenden Modellen vor Ort. Ein Stelldichein gibt der benachbarte Hundesportverein. Zudem sind die Lausitzer Sterngucker da.

In den vergangenen Monaten hat sich in der "Station junger Naturforscher und Techniker" einiges getan. Besonders ins Auge fallen die neu gepflasterten Wege. Der ortsansässige Verein "Station für Technik, Naturwissenschaften, Kunst - Weißwasser" plant, die Einrichtung, die im kommenden Jahr ihr 65-jähriges Bestehen feiert, in Erbbaupacht von der Stadt zu übernehmen. "Dann sind wir in der Lage, selbst Fördermittel zu besorgen", begründet Bernd Frommelt. Derzeit verzeichnet der Verein rund 8000 Teilnehmer pro Jahr. 60 Kinder sind in acht Arbeitsgemeinschaften organisiert. Hinzu kommen Ganztagsangebote für Schulen.