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Museum zeigt die Lausitzer Landschaft als Ware

Bautzen. Vom 3. Mai bis zum 28. Juni zeigt das Sorbische Museum als gemeinsames Projekt mit der Stiftung für das sorbische Volk die Ausstellung "Satkula oder die Wa(h)re Landschaft." red/js

Vor vier Jahren besuchte der Kärntener Slowene Karl Vouk zum ersten Mal die Lausitz. Es folgten weitere Besuche, vor allem der mittleren Lausitz mit den Braunkohletagebauen, wo die Idee zu der Serie entstand. Es handelt sich um 25 Bilder, in welchen fotografische Motive dieser Landschaft mit Aussagen aus dem Roman von Jurij Brezan "Krabat oder Die Verwandlung der Welt" neben Zitaten aus den Verfassungen des Freistaates Sachsen sowie des Landes Brandenburg gegenübergestellt werden.

Dabei werden die nachhaltigen Konsequenzen des Braunkohleabbaus kritisch vor dem materiellen und immateriellen Erbe dieser Region behandelt, fasst Martin Brützke vom Sorbischen Museum den Ansatz zusammen. Begleitend zu "Satkula" präsentiert Vouk Teile seiner neuen Werkserie mit dem Titel "Schwarzwasser".

Die Ausstellungseröffnung beginnt am Sonntag, 3. Mai, um 15 Uhr. Der Künstler Karl Vouk wird selbst durch seine Ausstellung führen. Auch musizieren zu diesem Anlass die Deyzi Doxs, welche einige ihre bekannten Lieder hierfür neu arrangiert haben. Es gibt eine gemeinsame Aktion mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater, sodass Besucher der Ausstellung das Angebot einer ermäßigten Eintrittskarte für acht Euro für die letzte Vorstellung des Theaterstücks "Mój wumerjeny kraj" von Jurij Koch am selben Tag um 17 Uhr erhalten. Der Museumseintritt selbst ist kostenlos.

Am 13. Juni wird während der Langen Nacht der Kultur das Sorbische Museum mit Künstlern aus Celovec/Klagenfurt ab 20.30 Uhr ein Konzert mit Lesungen und Bildprojektionen nach dem Drehbuch von Toni Bruks "Mato Starik" (Sorbisches Requiem) anbieten - dies ist ebenfalls ein Gemeinschaftsprojekt mit der Stiftung für das sorbische Volk. Auch darin werde der Braunkohleabbau in der Lausitz thematisiert.

Zur Finissage der Ausstellung "Satkula" am 28. Juni führt der Künstler noch einmal selbst durch die Ausstellung.