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| 15:09 Uhr

Aktion
Müll aus der Neiße gefischt

In Sagar wurde bei der Müllaktion eine Pause eingelegt.
In Sagar wurde bei der Müllaktion eine Pause eingelegt. FOTO: Olaf Kloos
Sagar. „Schatzsucher“ sind im Einsatz für die Umwelt unterwegs gewesen.

(rw) Sonst suchen sie Verstecke am Ufer der Neiße, dieser Tage waren die vielen Bootsfahrer auf dem Fluss in anderer Mission unterwegs. So fand auf der Neiße ein Geocaching Cito-Event statt. Cito steht dabei als Abkürzung für „Cache­ in trash out“, was so viel bedeutet wie Spaß rein, Müll raus. Zu diesem Anlass trafen sich dazu rund 100 Teilnehmer aus ganz Sachsen, Polen und Tschechien in Pechern am Neißehafen. Die Bootsvermieter von Neiße-Tours und vom Winkelhof Sagar stellten den Teilnehmern dieser Veranstaltung ihre Boote kostenlos zur Verfügung, berichtet Olaf Kloos, einer der Initiatoren. Der ehemalige Krauschwitzer, der jetzt in Zwickau lebt, hatte vor gut zwei Jahren für die Verstecke am Flussufer gesorgt. Diese werden sozusagen jedes Jahr „geputzt“.  Da die Initiatoren auch an einem entsprechenden Umfeld interessiert sind, wurde Müll aus der Neiße gefischt. „20 bis 30 Boote waren es bestimmt, die auf der Neiße unterwegs waren. Jeder der Besatzungen hatten wir zwei 120-Liter-Müllsäcke mit an Bord gegeben. Die waren nachher alle voll und wurden zu Haufen zusammengestapelt“, erzählt Kloos. Die Niederschlesische Entsorgungsgesellschaft unterstützte dann beim Abtransport des gesammelten Unrats. Sie nahm auch ein Floß mit auf, dass die „Müllsammler“ auf der Neiße eingefangen hatten. Auch wenn die vielen vollen Mülltüten einen erschrecken mögen, denkt Kloos, dass die Neiße im genannten Abschnitt als noch relativ sauber betrachtet werden kann, weil sie dort noch so naturbelassen und ursprünglich ist.

Das mache in Verbindung mit dem Geocaching den Reiz aus. Auch wenn das Suchen nach den Verstecken nicht mehr so den großen Boom habe, wie noch vor einigen Jahren, bleibt der Spaß in der Natur doch noch gefragt. Für den Trail an der Neiße kann Olaf Kloos über 1000 Zugriffe bestätigen. Da sich dahinter meist mehrere Personen „verbergen“, geht er von rund 2000 Schatzsuchern innerhalb eines Jahres aus.

 

Geocaching oder GPS-Schnitzeljagd ist ein modernes Spiel, bei dem man Verstecke - „Caches“ - sucht. Die Verstecke werden anhand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mithilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Mit genauen Landkarten ist die Suche alternativ auch ohne GPS-Empfänger möglich.

Das wurde alles aus der Neiße gezogen. Sack für Sack füllte sich.
Das wurde alles aus der Neiße gezogen. Sack für Sack füllte sich. FOTO: Olaf Kloos
(rw)