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Mühlroses Ortsvorsteher relativiert Schleifer Aussagen

Schleife. Die Diskussion um das Thema Kommunal beratung im Gemeinderat in Schleife hat bei Waldemar Locke nicht nur für Verwunderung gesorgt.

(rw) "Redebedarf in Sachen Kommunalberater" hat die RUNDSCHAU nach der Ratssitzung am Dienstag in Schleife tituliert. Den hat nun auch Mühlroses Ortsvorsteher, Gemeinderat und Bürgermeisterkandidat Waldemar Locke (CDU). Einige Aussagen, die in der Ratssitzung gefallen sind, will er so nicht stehen lassen. Von der Vorgehensweise, das Thema in öffentlicher Sitzung zu diskutieren, ist er regelrecht befremdet.

"Allein können wir in der Champions League nicht kämpfen", erklärt Locke die Situation. Deshalb dränge Mühlrose als Umsiedlungsort darauf, schnell einen Kommunalberater zu binden. Darüber werde seit Monaten immer wieder das Gespräch geführt. "Und darüber wusste der stellvertretende Bürgermeister von Schleife Bescheid und auch Reinhard Bork", so Locke. Auch in welche Richtung die Entscheidung gehen soll. Er könne deshalb die Kritik überhaupt nicht verstehen, dass sich Mühlrose mit Schleife nicht abgestimmt habe. Bereits im Mai sei dazu ein Beschluss im Ortschaftsrat gefasst worden. Dabei war es allerdings zu einem Verfahrensfehler gekommen, der nun in der Septembersitzung geheilt werde. An der grundsätzlichen Richtung ändert sich deswegen nichts. Mühlrose möchte den ehemaligen Innenminister und Rechtsanwalt Klaus Hardraht, der ihnen in den Verhandlungen mit der Leag beistehen soll. Und Waldemar Locke begründet auch, warum Thomas Jansen - er war für mehrere Jahre der letzte Kommunalberater von Schleife und Trebendorf und sein Vertrag lief zum Jahresende aus - keine Chance mehr bei den Mühlrosern hat. "Thomas Jansen hat damals den Vorschlag gemacht, in Redaktionskonferenzen über den Umsiedlungsvertrag zu reden. Das hat das Ganze um rund ein Jahr verlängert", kritisiert Locke. Und auch das Argument vom Schleifer Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos), dass es noch einen bestehenden Gemeinderatsbeschluss zum Kommunalberater Thomas Jansen gibt, lässt Locke nicht gelten. "Diese Beratung bezog sich auf den Tagebau Nochten II. Nochten II gibt es aber nicht mehr, es gibt nur noch das Sonderfeld Mühlrose. Damit ist der Beschluss hinfällig", erklärt Waldemar Locke.

Was ihn der ganzen Situation aber jetzt besonders verschnupft, ist, dass er hintenrum erfahren hat, dass es zu dem Thema Ende August eine Beratung mit dem Bergbaubetreiber Leag geben soll. "Als es um den Termin ging, hat keiner mit mir gesprochen. Ich bin ganz schön traurig."