Von Regina Weiß

Fabian Kreim und Frank Christian vom Skoda Deutschland Team wollten bei ihrem ersten Auftritt in der Lausitz das Zünglein an der Waage sein. Das ist ihnen 2018 gelungen. Sie fuhren aufs Siegerpodest.

Start um 15.30 Uhr

Mit Startnummer 1 und als Titelverteidiger rollt Kreim mit seinem Co-Piloten Tobias Braun am Freitag, 1. November, 15.30 Uhr, als erster von der Rampe und eröffnet das 22. Schotter-Spektakel rund um Boxberg. Dann liegen vor ihnen und den anderen 91 Teams rund 166 Wertungs- und mehr als 300 Streckenkilometer. Eine der schönsten Runden, die die Lausitz zu bieten hat, schließt sich gleich an die Eröffnung an: In der Arena in Sprey haben die Besucher einen guten Überblick über das, was man als Rallyefahrer alles können und beherrschen muss – ohne den Speed zu verlieren.

Viel organisieren

Gas geben müssen auch Cheforganisator Wolfgang Rasper vom Rallye-Renn- und Wassersport-Club Lausitz (RRWC) und sein Team. Nach dem Pressegespräch in dieser Woche geht es raus auf die Strecke, um weiter Wertungsprüfungen und Zuschauerpunkte auszuzeichnen und weitere 1000 andere Dinge zu regeln. 500 Ehrenamtlich müssen koordiniert werden, genauso wie die Rennteams und ihre Entourage.

Mal zu Fuß gehen

Die schlagen ihre Pavillons wieder am Sternencamp des Bärwalder Sees und gleich neben dem Rennhauptquartier am Tiz auf. Auf dem Gelände kann man den Schraubern über die Schulter schauen und mit dem einen oder anderen Piloten ins Gespräch kommen. Die Organisatoren haben in dieser Hinsicht nur eine Bitte: Die Gäste mögen die ausgeschilderten Parkplätze nutzen. „Auch, wenn sie vielleicht mal einige Meter zu Fuß gehen müssen“, so Wolfgang Rasper gegenüber den Medien.

Norwegischer Sportsfreund

Er freut sich auf die 22. Auflage, obwohl er wenig Zeit haben wird, sie selbst zu genießen. Er geht von einem Dreikampf um den Spitzenplatz aus, sagt er der RUNDSCHAU im Gespräch. Neben Fabian Kreim und Tobias Braun, sind es die Lokalmatadoren Matthias Kahle und Christian Doerr, auf die Rasper setzt. Und dann ist noch der „norwegische Sportsfreund“, so Rasper. Die Rede ist von Anders Gröndal, der unter den Zuschauern auch viele Fans hat. Er hat diesmal Magnus Fuglerud an seiner Seite. Im vergangenen Jahr konnte der Norweger aus gesundheitlichen Gründen nicht mitfighten. Das könnte 2019 „Anders“ werden.

Ohne Training?

Die Autos passen schon mal, so Rasper. Es sind Evolution-Fahrzeuge, auf dem neuesten Stand. Doch ohne das Können der Fahrer geht gar nichts. Matthias Kahle und Christian Doerr sind allerdings in diesem Jahr kein Rennen gemeinsam gefahren. Das könnte entscheidend sein, muss aber nicht. 2018 ging es auch ohne großes Training. Ob Erfahrung allein zum Sieg reicht? Samstagabend sind alle schlauer.

Eine kleine Gemeinheit

Wobei sich die Rallye-Macher in diesem Jahr schon eine kleine Gemeinheit haben einfallen lassen. Die längste Wertungsprüfung über 31,79 Kilometer rund um den Bärwalder See ist die letzte am Samstagabend. Da wird ein Spannungsbogen aufgebaut und Wolfgang Rasper muss bis zum Schluss warten, ob er den Pokal aus dem Schrank holen muss. Der für den fünfmaligen Sieger der Lausitz-Rallye wartet dort für ein Jahr gut verpackt. Gröndal und Kahle kommen dafür in Frage. Sie haben jeweils viermal auf dem obersten Treppchen gestanden. Kahle und Doerr zuletzt 2016, Gröndal 2017.

www.lausitz-rallye.de

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