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| 07:11 Uhr

Biker-Saison beginnt mit zahlreichen Unfällen
Motorradfahrer krachen bei Tschernitz ineinander – zwei Verletzte

 Wegen des Unfalls auf der B 115 zwischen Döbern und Tschernitz musste die Straße für längere Zeit voll gesperrt werden.
Wegen des Unfalls auf der B 115 zwischen Döbern und Tschernitz musste die Straße für längere Zeit voll gesperrt werden. FOTO: lausitznews.de / LausitzNews.de/Martin Benner
Tschernitz. Die Bikersaison hat begonnen und schon hat es am Sonntagabend einen schweren Verkehrsunfall bei Tschernitz gegeben. Von Frank Hilbert

Zwei verletzte Motorradfahrer, davon einer schwer – das ist die Folge eine Unfalls, der sich am Sonntagabend gegen 21.15 Uhr auf der B 115 zwischen Döbern und Tschernitz ereignet hat.

Laut Polizei wollte ein Biker abbiegen, was ein nachfolgender Motorradfahrer offenbar übersehen hatte, sodass es zur Kollision kam. Ein dritter Motorradfahrer sei dann an der Unfallstelle zu Fall gekommen. Die beiden Verletzten sind jeweils in Krankenhäuser in Weißwasser und Cottbus gebracht worden. Der Gesamtschaden wird auf rund 7000 Euro beziffert. Es kam bis gegen 22.45 Uhr zu Verkehrsbehinderungen.

Weil offensichtlich die Abstände nicht entsprechend beachtet wurden, waren am Sonntag gegen 17.45 Uhr drei Motorräder in einen Verkehrsunfall verwickelt. Zwei Kräder waren anschließend nicht mehr fahrbereit. Der Gesamtschaden belief sich laut Polizei auf rund 6500 Euro. Verletzte gab es nicht.

Im Vorfeld des traditionellen Frühlingstreffens mit kirchlichem Segen am Sonntag auf dem Markt in Senftenberg hatte es ebenfalls einen Unfall mit einem Kradfahrer gegeben. Laut Polizei hatte gegen 11.40 Uhr in der Knappenstraße ein Pkw-Fahrer einem Motorradfahrer die Vorfahrt genommen. Der Biker musste verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Polizei hat in Brandenburg am Wochenende 509 Verkehrsunfälle gezählt. 103 Menschen wurden dabei verletzt, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Potsdam am Montagmorgen. Getötet wurde niemand. Bei 76 der 509 Unfälle gab es Verletzte. Bei 433 Unfällen entstanden Sachschäden.

Das sonnige Frühlingswetter hatte am Wochenende vermehrt die Motorräder auf die Straßen gelockt – das machte sich am Wochenende bei der Zahl der Unfälle bemerkbar. Mindestens vier Motorradfahrer starben bundesweit bei Unfällen, mehrere weitere wurden verletzt.

In Niedersachsen verlor am Samstag ein 64-Jähriger in einer Kurve bei Menslage die Kontrolle über sein Motorrad, schleuderte in den Gegenverkehr und stieß mit dem Auto einer 67-Jährigen zusammen. Er starb noch an der Unfallstelle.

In Wipperfürth in Nordrhein-Westfalen kam am Samstag ein 54-Jähriger in einer Kurve von der Straße ab und prallte gegen einen Mast. Auch er starb direkt am Unfallort.

Übersehen wurde ein 52 Jahre alter Motorradfahrer beim Abbiegen an einer Kreuzung im sächsischen Pegau. Ein Autofahrer erfasste das Zweirad am Samstag, der Biker erlag seinen schweren Verletzungen.

Ebenfalls von einem Auto gerammt wurde das Motorrad eines 30-Jährigen im oberbayerischen Mühldorf. Ein 70-Jähriger habe ihm am Samstag die Vorfahrt genommen, berichtete die Polizei. Der Schwerverletzte starb im Krankenhaus.

Allein in Thüringen wurde die Polizei zudem am Samstag zu mindestens vier Motorradunfällen gerufen, bei denen die Fahrer schwer verletzt wurden. Die Stürze gingen zumeist auf zu schnelles oder unachtsames Fahren zurück. (mit dpa)